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Talk Talk – Spirit Of Eden (1988, 2007)


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„Sechs Jahre benötigte Mark Hollis, um aus einer chartstauglichen Synthie-Pop-Band eines der merkwürdigsten Ensembles zu machen, das es auch außerhalb der Rock-Welt je gegeben hat. Mit dem exzentrischen Werk Spirit Of Eden gelang Talk Talk eine jener seltenen Platten, die wirklich zeitlos sind.

Über 350.000 Pfund Studiokosten und 14 Monate Aufnahmezeit hatte die Plattenfirma Parlophone Mark Hollis und seinen Mitstreitern bewilligt – offenischtlich in der Hoffnung, die Band würde Nachfolger zu Hits wie Life’s What You Make It oder Living In Another World abliefern. Womit sie sich gründlich getäuscht hatte. Hollis und Tim Friese-Greene als Gitarristen und Keyboardspieler und ihre Rhythmusgruppe Lee Harris (Drums) und Paul Webb (Bass) holten sich renommierte Jazz-, Folk- und Klassikmusiker ins Studio und spielten sechs Stücke ein, die sich jenseits aller Klischees bewegen.

Spirit Of Eden ist ein Puzzle aus aneinander gefügten Miniaturen, die zu Stücken zusammenwachsen, die wenig mit Strukturen wie Vers, Refrain und Solo im Sinn haben. Da tupft eine akustische Gitarre eine Blues-Figur, auf die eine Trompete mit einem jazzigen Mini-Solo antwortet. Urplötzlich steigt eine „richtige“, laute Rock-Band ein und steuert Gitarren-Feedback bei, während Schlagzeug und Perkussion ethnogefärbte Rhythmen beisteuern. Zumeist jedoch dominiert auf Spirit Of Eden eine kammermusikalische Atmosphäre, in der der Gesang von Hollis das zentrale Element ist., das die Stücke zusammenhält. Trotz des durchschlagenden Misserfolgs beim plattenkaufenden Publikum konnte Talk Talk drei Jahre später noch das ähnlich strukturierte Album Laughing Stock für das Jazz-Label Verve aufnehmen, ohne dass der Band damit größerer Erfolg beschieden gewesen wäre. Prägenden Einfluss genommen hat Talk Talk mit dem Spätwerk jedoch einerseits auf die Postrock-Szene und das britische TripHop-Umfeld um Portishead, mit deren Sängerin Beth Gibbons Talk Talk-Bassist Paul Webb zusammenarbeitet.“ (http://www.popmusik.de/matrix_engine/content.php?page_id=110)

The Notwist – Shrink (1998)


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„Elektronika nicht als Schlagwort, sondern als Baustein, digitale Begleitung, Vervollständigung und neuer Aspekt. Im Instrumental „Moron“ plötzlich ein dicker Verweis auf das grandiose TIED AND TICKLED TRIO mit opulentesten Bläsersätzen und jazzigem Abdriften – durchgängiges Big-Band-Spiel.“ (Quelle: http://www.intro.de/platten/kritiken/23023013)

Nearly God – Nearly God (1996)


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„Zuerst machte er mit Massive Attack Furore, dann wurde er unter dem Pseudonym Tricky zum Trip-Hop-Guru. Jetzt nennt sich der Brite Adran Thaws selbstironisch Nearly God (beinahe Gott). Dank dieser Reise in die Groove-Gruft ist er der Dancefloor-Konkurrenz wieder mal voraus. Mit in den Gulli stiegen Hip-Hop-Queen Neneh Cherry, Eis-Fratz Björk und Ex-Specials-Sänger Terry Hall. Einige der Collagen wirken wie dämonische Demos, andere locken mit aufreizender Sinnlichkeit. Eine Verführung der unheimlichen Art!“ (Quelle: http://www.amazon.de/Nearly-God-Tricky/dp/B0000072HV/ref=pd_bbs_sr_1/028-0730598-4948530?ie=UTF8&s=music&qid=1193565655&sr=8-1)