Digitalisierung und Lernen

Erik Haberzeth & Irena Sgier „Digitalisierung und Lernen – Gestaltungsperspektiven für das professionelle Handeln in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung“

Die Autoren rücken die Auswirkungen und Gestaltungsperspektiven des digitalen Wandels im Weiterbildungsbereich in den Fokus. Digitalisierungsstrategien der Anbieter, technologische Entwicklungen als Bildungsthemen, Kompetenzen des Lehrpersonals oder Organisation von Lehren und Lernen mit digitalen Medien sind Themen, die besprochen werden. Dabei lenken die Autoren den Blick auf arbeitsweltliche und kulturelle Entwicklungen, den möglichen Veränderungen des Weiterbildungssystems, Auswirkungen auf die Anbieter sowie das professionelle Handeln der Lehrenden. Es stehen weniger einzelne digitale Werkzeuge und deren methodischer Einsatz in konkreten Szenarien im Vordergrund, als vielmehr der Blick auf das Ganze. 

Meine ganze Vorstellung des Buches gibt es hier

Digitalisierung und Lernen

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Erik Haberzeth & Irena Sgier haben das Buch „Digitalisierung und Lernen – Gestaltungsperspektiven für das professionelle Handeln in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung“ herausgegeben.

Sie rücken die Auswirkungen und Gestaltungsperspektiven des digitalen Wandels im Weiterbildungsbereich in den Fokus. Digitalisierungsstrategien der Anbieter, technologische Entwicklungen als Bildungsthemen, Kompetenzen des Lehrpersonals oder Organisation von Lehren und Lernen mit digitalen Medien sind Themen, die besprochen werden. 

Ich habe mir das Buch angesehen und es auf wb-web besprochen. HIer geht es zum Beitrag: https://www.wb-web.de/material/medien/digitalisierung-und-lernen.html

Mogwai – Mr. Beast (2006)

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Mogwai verfolgt der Segen, der wohl auch Fluch ist. Bereits mit ihrem Erstlingswerk „Young Team“ (1997) strahlten sie hell über das Post Rock Genre und hatten es fortan schwer. Denn die Erwartungen an sie sind hoch, noch eine Schippe „draufzulegen“. Ob sie die Erwartungen auch erfüllen? Schwer zu sagen, aber eventuell auch unwichtig. Denn auch mit Mr. Beast schaffen Mogwai einen Felsen, der unübersehbar in den Gewässern des Genres steht und wohl nicht so leicht davongespült werden wird. Dabei kann man feststellen, dass es kein Selbstplagiat ist, was hier geliefert wird. Vielmehr gehen sie Schritt für Schritt neue Wege. Unter anderem bildet das Klavier hier ein verbindendes Element. Die Eröffnung empfängt den Hörenden mit einer für Mogwai typischen Wärme, lassen es jedoch immer wieder ordentlich krachen. Dabei meidet Mogwai bei „Glasgow Mega-Snake“ kurzerhand das Vorgeplänkel und Einlullen und lässt es gleich zu zu Beginn ordentlich krachen. Wieviel Gitarren sind nochmal in der Band? Klingt nach viel… Zu Recht kommt die Frage aus den Boxen: „What happenend after the storm? Is everyone okay?“ Ja danke, alles okay und bitte weiter so….

Wie schrieb man bei der laut.de passend:

„Mr. Beast“ ist Zeugnis von Künstlern, die begriffen haben. Musikalisches Gewicht bedingt keine Lautstärke. Intime Schönheit braucht keine Stille. Von nun an scheint alles möglich.“ (http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/m/mogwai/mr_beast/index.htm)

Der Legende nach wurde der Titel des Albums gewählt (oder gefunden), als Mogwai nach langer Reise in den USA aus dem Flugzeug ausstiegen und am Gate jemand sahen, der das Schild „Mr. Beast“ hoch hielt. Das kann vielleicht beunruhigen. Eventuell stammt daher auch der mich sehr beeindruckende Titel „Travel is dangerous“, der neben seiner Dynamik – für mich ein Spiegel des in Bewegung seins – auch vertrackt daher kommt und mich an Dschungel – in Natur oder in der Stadt – erinnert. Und irgendwie finde ich die Aussage der Gefahr des Reises amüsant. Wo sterben nochmal die meisten Leute…? Meine Bildwahl gilt diesem Lied – es ist für mich ebenso vertrackt, dynamisch, vielschichtig und vielleicht auch ein wenig gefährlich?

(C) Lars Kilian "Travel Is Dangerous" (2011)
(C) Lars Kilian „Travel Is Dangerous“ (2011)

The Beautiful South – Welcome To The Beautiful South (1989)

Zusehends verwandelt sich mein Blog offenbar in sowas wie die Rumpelkammer von Willi Schwabe. Die vorgestellten Platten werden gefühlt immer älter (oder ich? oder wir?) Aber dennoch oder gerade vielleicht deshalb sollte dieses Album erwähnt werden, da es zu schade wäre, wenn es in Vergessenheit geriet. So wird es bei den Suchmaschinen wieder mal „refresht“ 🙂 Also hier eine Erinnerung an eine Platte, da der Beitrag nun von den Suchmaschinen der Welt neu indexiert wird.

Das Erstlingswerk der Band fand seinerzeit große Beachtung. Die musikalische Qualität konnte meiner Meinung nach auf  nachfolgenden Alben von The Beautiful South nicht mehr erreicht werden (wenngleich die nachfolgenden Veröffentlichungen oft erfolgreicher waren). Dass The Beautiful South aus den Housemartins hervorging, nachdem sich Norman Cook von diesen verabschiedete und fortan u.a. als Fatboy Slim die Tanzflächen beschallte, sei hier nur nebenbei erwähnt.

Das Album ist gefühlt und gehört voller (Pop)Perlen, die etwas Abseits der üblichen Hitparadenmusik der damaligen Zeit lagen (wobei das Album selbst die Top10 der britischen Hitparade knackte!). Ohrwürmer wie „Song For Whoever“, „You Keep It All In“, „I’ll Sail This Ship Alone“ dürften wohl auch heute noch in den Radios des Landes hoch und runter gedudelt werden. Zumindest begegnet mir mancher Song beim durchschalten hin und wieder – und erfreut mich.

Das soll schon reichen. Über diesen Klassiker findet sich sicher noch mehr im Netz 🙂

Mehr über The Beautiful South auf laut.de

Meinen kleinen persönlichen Beitrag stellt das damit verbundene Bild dar. Ein Foto, aufgenommen in einem Museum. Zu sehen ist ein gefaltetes Boot. So weit, so unspektakulär. Besonders wird es, wenn man weiß, dass es aus Porzellan ist. Das fand und find ich schon unglaublich. Aus diesem Grund auch die Videoauswahl von the Beautiful South: I’ll sail this ship alone

Foto Boot aus Porzellan gefaltet von Lars Kilian

Sigur Rós – ( ) (2002)

Cover Untitled Sigur Rós
Bildquelle: https://i.ytimg.com/vi/qN4s75Srcos/maxresdefault.jpg

Mit Sigur Rós hatte ich keinen leichten Start. Ihr Album „Agaetis Byrjun“ hörte ich mir mehrmals bei einem Freund an und fand: „Nicht mein Ding“. Und irgendwann fiel es mir wieder in die Hände und auf einmal war ich verzaubert. Die Begeisterung für diese junge Band steigerte sich mit dem namenlosen 2002er Album „( )“ Nochmals dichter, nochmals schwebender, nochmals poetischer, nochmals kräftiger und freier. So klingt Musik wohl nur aus Island. Der Gesang von Jonsi ist melancholisch/melodisch tragend, die gewählte Sprache ist „vonlenska“- auf dt. übersetzt heißt das wohl „hoffnungsländisch“.

Einem Genre sind Sigur Rós schwer zuzuordnen, aber wozu braucht man Gengres? Sie sollten gut dosiert genossen werden, da sie eventuell suchterzeugend sind. Tatsächlich war Sigur Rós einer der Auslöser, die mich wenige Jahre später nach Island lockten, um das Land, die Elfen und Trolle, die Vulkane, die Eisfelder, den Wind, Sonne und Schatten zu besuchen. Und wer nicht nach Island mag oder kann, dem sei diese CD angeraten. Denn ich meine, dass das Album ein passender Soundtrack zur dieser Insel im Norden ist.

PS: War der Opener des Albums „Untitled #1“ nicht die Titelmusik des wunderbaren Films „Nach der Hochzeit“?

Offizielle Webseite von Sigur Rós

Wikipedia über Sigur Rós

Für mich ist die Musik von Sigur Rós voller Bilder. Dennoch konnte ich mich für eins entscheiden, dass ich mit dem Album verbinde. Quallen, faszinierend Wesen, schweben in etwa so durch das Wasser, wie die Sounds von Sigur Rós durch die Luft. Oder?

Qualle, Foto Lars Kilian

Darf es ein bisschen mehr Erwachsenenbildung sein?

Quelle: https://www.frauen-berufsperspektive.de/news-infothek/nationale-weiterbildungsstrategie.html

Auf wb-web.de findet sich (m)ein Blogbeitrag, der Anschlussmöglichkeiten, Synergien und Chancen der Erwachsenenbildung in der veröffentlichten Nationalen Weiterbildungsstrategie an einigen ausgewählten Bereichen sucht (und findet).

BUMMELKASTEN – IRGENDWAS BESTIMMTES (2017)

Quelle: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/71F4pXjZqvL.SL1200.jpg

Mit dem Größerwerden der Kinder sind ja allerlei Herausforderungen verbunden. Eine ist für mich die Suche nach Musik, die ich auch nach wiederholten/permanenten Hören noch ertrage. Nicht immer ganz einfach. Bummelkasten ist dabei eine Entdeckung, über dich ich mich besonders freue und die ich (nicht nur heimlich) selbst gern höre. Erfrischender Sound aus der Beatbox, der mit sehr unterhaltsamen Texten von Markus Langer gepaart ist. Überraschend sind dabei auch die Variationen von Refains in Liedern, Brüche im Sound uvm. Dazu ein hervorragender Auftritt im Videoformat (Link zu Youtube). All das machen Bummelkasten sehr sympatisch. Es gefällt nicht nur den Kleinen. Daher Empfehlung für alle leidgeplagten Eltern sowie Menschen, die Freude an unterhaltsamer Musik haben.

Auch für Bummelkastens Lied des Rolltreppenmax habe ich eine Bildassoziation. Entstanden in einem Kaufhaus in Erfurt.

Lars Kilian: Ohne Ziel

wbmonitor: Wie kommt die Wissenschaft in die Praxis?

Quelle: https://www.bibb.de/images/content/wbmonitor_pm_logo_280x170px.png

Vor Kurzem wurde der wbmonitor 2018 veröffentlicht, der sich der Frage widmete, wie die Wissenschaft in die Weiterbildungspraxis kommt. Es geht also um Wissenstransfer – einer wichtigen Frage in der heutigen Zeit. Denn nicht nur immer mehr und differenzierteres Wissen entsteht, auch der Zugang und Umgang mit Wissen in Zeiten, in denen vieles „postfaktisch“ zu sein scheint, ist wichtig.

Ich habe mit den Bericht angesehen und eine Zusammenfassung erstellt, die auf wb-web sowie bei EPALE nachzulesen ist. Für alle, die es eilig haben 🙂

MUSLIMGAUZE – DAR ES SALAAM (2002)

Quelle: https://img.discogs.com/2l3DgUlDDdCfOZqLF0-rjysLCig=/fit-in/600×597/filters:strip_icc():format(jpeg):mode_rgb():quality(90)/discogs-images/R-170171-1254097584.jpeg.jpg

„Dar Es Salaam“ ist eine Entdeckungsreise in die Welt der Geräusche, Beats und Sounds von Muslimgauze. Verschleppt, verzögert und in seiner Destruktion konstruktiv. Okay, nicht ganz am Mainstream orientiert – der Muslimgauze nie interessierte. In seiner kurzen Schaffenszeit schaffte er es auf Veröffentlichungen von Alben im dreistelligen Bereich. Beim kurzen Reinhören könnte man unberechtigterweise meinen, die Alben gleichen sich ziemlich. Jedoch zeigen sich deutliche Unterschiede. Hier werden, wie oft, die orientalischen Soundschnipsel aus Instrumenten und O-Ton Aufnahmen immer wieder durch zerlegt und seziert, das Zentrale herausgearbeitet und mit sehr unterschiedlichen Rhythmen komponiert. Neben fast Trip-Hop artigen bzw. dem Dub zugewandten Songs gibt es tatsächlich fast etwas, was auch im Club laufen könnte. Dabei stets minimal, so dass die einzelnen Stücke in Dauerschleife sicher für tranceartige Zustände sorgen würden. Worte wie „rätselhaft“, „verstörend“, „provokativ“, „okkult“, „kompromisslos“ oder gar „unhörbar“ könnten sicher auch für den Einen oder die Andere passend sein, um diese Soundlandschaften zu beschreiben. Ich finde sie großartig.

Bei dieser Musik geht bei mir ein großes Kopfkino los und viele Bilder tauchen auf. Passend zum Track „Morgue Of Istanbul“ mein Bild zum Album

Lars Kilian „Abschied“

The Smiths – The Queen Is Dead (1986/2017)

Bildquelle: https://img.discogs.com/yaaztV9siqvXnX6E1WMyCwkAEX8=/fit-in/600×597/filters:strip_icc():format(jpeg):mode_rgb():quality(90)/discogs-images/R-806553-1520777576-1246.jpeg.jpg

2019 über ein Album von 1986 zu schreiben, mutet ein wenig skuril an. Es hat nichts mit dem Brexit zu tun und auch der Queen geht es den Umständen entsprechend gut – vermute ich zumindest. Aber ich legte mir jüngst mal wieder dieses Album auf und war (wieder mal) überrascht von der Qualität, die die Smiths seinerzeit lieferten. Feinste Popjuwelen zieren die oft düsteren und ironisch bis zynischen Texte von Morrissey. Es gibt wohl kaum vergleichbare Musik, mit der es sich mit guter Laune gegen die Wand fahren lässt. Insofern wäre es dann doch ein geeigneter Soundtrack für den Brexit, wenn man so will…

Alles in allem kann man auch nach über 30 Jahren dieses Album immer wieder auflegen und aufhorchen. Unangestaubt, locker, ohne großes Bohei kommen The Smiths mit diesem dritten Studioalbum daher. Und ich darf nach diesem Zeitraum sicher und ohne Zweifel schreiben: Ein Klassiker! Nicht umsonst kursiert diese Platte bei vielen „Besten Alben aller Zeiten“ Charts in den vordersten Rängen und wurde 2017 remastert.

Als ich den Song „There Is A Light…“ hörte, dachte ich an ein Foto, welches ich vor einiger Zeit in Lille (Frankreich) machte. Ich war eigentlich für ein Konzert hingereist, aber Lille war auch zu dem Zeitpunkt Kulturhauptstadt Europas. Ein guter Grund, gleich mit der Familie ein Wochenende dort zu verbringen. Ich suchte eine Installation von Francois Schuiten in der Stadt und fand sie erst nicht. Bis ich bemerkte: Sie ist so groß, dass ich schon längst drunter stehe. Und so machte ich am Abend fahrend ein paar Langzeitaufnahmen durch diesen Lichttunnel, den Schuiten da aufgestellt hatte.

There Is A Light… (Lars Kilian, Lille 2012)

eine digitale Sammelmappe