Olaf Schubert – Boykott (2003)

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„Nach kurzer intensiver Schaffenskrise, ausgelöst durch ein ernüchterndes Gespräch mit einer galizischen Anarcho-Syndikalistin, präsentiert uns Schubert sein neues Programm: „Boykott“. Schon der Titel deutet darauf hin, dass Schubert nun noch unbeirrter und gradliniger den Weg des Widerstandes geht. Dies ist die logische Konsequenz seines Schaffens, Summe aus Enttäuschung und Hoffnung. Den tiefen Bruch mit Teilen der Plattenindustrie, welchen der Titelsong auslöste, konnte Schubert durch Nähe zu Produktionsarbeitern selbiger ausgleichen, ließ ihn aber auch klar erkennen: am Fuße des Leuchturmes ist es am dunkelsten. Schubert kennt die Einsamkeit und er schöpft aus ihr. Er ist der Libertine im Ausguck, der einsame Mahner, der Verteiler des Richtigen. Jedoch – ist er wirklich so allein? Mir ist, als säße Olaf Schubert in der Schaltzentrale eines verbalen Stellwerks, die Hand bzw. den Mund nur wenige Zentimeter vom Hebel der Wahrheit entfernt, den umzulegen nur ER sich traut, woraufhin seine Neider sich hündisch im Dachsbau der Lüge verkröchen, seine Bewunderer hingegen in jüngerhafter Manier Wache hielten vorm geflügelten Schlachtross, welches, angetrieben von der geballten Energie Schubertschen Widerstandes, seine Kondensstreifen gleichmäßig über Deutschland verteilte. Der Vorsitzende der „Gesellschaft für Wahrheit und Licht“ äußerte 1998 auf einem internationalen Kongress: „Olaf, wir sind stolz auf dich!“ Sein Vater Rolf hingegen drückte es schlichter aus. Er sagte zwei Wochen später auf seinem Balkon: „Mein Sohn ist der Gedankengigant der Gegenwart, die geistige Start- und Landebahn für die philosophischen Luftschiffe der Zukunft.““ (Uta Mehl, Quelle: http://www.olaf-schubert.de/pages/leben_werk/platten/boykott_dvd.html)

Homepage des „Vergewaltigers des Bösen“ http://www.olaf-schubert.de

Schubertsches Schaffen – live bei YouTube

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