Olaf Schubert – Ich Bin Bei Dir! (2007)

Olaf sagt:
Die neue CD, und darauf bin ich sehr stolz, ist nur für dich. Sicher – kaufen kann sie jeder, aber alle Liebe und Musikalität floss nur deinetwegen in die Aufnahmen hinein. Deshalb heißt die CD auch „Ich bin bei dir!” Bestimmt werden jetzt viele andere Künstler ihre CD auch so nennen, aber ich war der Erste.

Das wichtige Lied „Zeugt” haben wir mit Kollegen aus dem Bereich Rockmusik aufgenommen. Das Lied geht richtig los und hinterlässt gerade dadurch einen bleibenden Eindruck. Mehr möchte ich aber nicht verraten.

Uta Mehl schreibt im Booklet dieser Platte:
Olaf Schubert hat den Titel seines neuen Programms gut gewählt, denn Schubert scheint angekommen – angekommen bei uns.

Der Weg dahin war allerdings lang, steinig, geröllig, brackig. Nach komplizierten Anfängen als Fußpfleger, einem Intermezzo an der Filmhochschule und schwerer Zeit als Leichtmatrose begann er – nach dem Abbruch seines Mathematikstudiums in Minsk – eine Ausbildung an der Kunstakademie Worms, um sich dann aber endgültig für den Beruf des Facharbeiters für Meliorationstechnik zu entscheiden. Doch im letzten Moment sattelte er um. Er jobbte als Seifensieder, Kampftaucher, Chirurg und Drahtzieher, ehe er als Stahlkocher in Eisenhüttenstadt den Kontakt zu einfachen Menschen fand, den er sich so sehnlichst wünschte.

Sein Glück währte allerdings nur kurz:
Nach Veröffentlichung seines ersten kritischen Gedichtbandes „Obst in Worms – wozu?” wurde er aus der Stadt gejagt. „Ich bleibe bei euch!” – rief er trotzig, nachdem sich hinter ihm die Stadttore schlossen. Jahre später wurde auch Eisenhüttenstadt geschlossen. Schubert aber erkannte: „Gerade diejenigen, welche die helfende Hand ausschlagen, sind Mittelpunkt und Zielgruppe meiner schöpferischen Aktivitäten“. Denn er agiert nicht für eine elitäre Minderheit! Seine Botschaften sind speziell für alle Menschen. Um sie zu erreichen, muss er schnörkellos agieren. Zeit, seine wichtigen Gedanken schön zu verpacken oder gar fein zu dengeln, hat er nicht.

Er ist der Mann für’s Grobe – unter den Feingeistern, der Polier der Philosophie, der Schwerarbeiter – und vor allem der Einzelkämpfer, denn nur wenige Mitstreiter können seinem Tempo, seiner Leidenschaft, seinen wertvollen Gedanken folgen. Nach einem Konzert schrieb er zu diesem Thema in sein Tagebuch: „Ich bin der sich selbst zum Brunnen tragende Eimer.” Auch wenn Resignation in dieser Selbsterkenntnis mitschwingt – er zieht Kraft daraus, und der Erfolg gibt ihm Recht.“ (http://www.olaf-schubert.de/pages/leben_werk/platten/ichbinbeidir.html)

Wikipedia über Olaf Schubert

Noch einen kleinen Vorgeschmack vom Rufer in der Finsternis:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.