Jamie Lidell – Compass (2010)

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Mit der Stimme und dem Gefühl für Groove darf man Experimente machen, ohne unerkannt zu bleiben. Jamie Lidell legt mit seinem vierten Album ein Schritt zurück in die Zukunft hin, indem er sich von den Soul-Reminiszenzen der letzten beiden Albem verabschiedet und den Bogen spannt zu R’n’B über Elektronic (natürlich) und Funk in Anlehung an die frühen Super Collider bis zu – ja was eigentlich? Ist auch egeal, alles wird zum Beat, alles groovt, es wird geklatscht, Wassergeplätscher dient als akustisches Element, Gitarren treffen auf Beats, Orgeln kommen und gehen, opulente Streicher, Kastagnetten und und und. Klingt sehr überfrachtet, aber Jamie Lidell macht das einfach. Wieso? Weil er es kann! Wie ein guter Koch setzt er die einzelnen Töne, Sounds, Melodien und Effekte geschickt ein, um seine Musik vom Alltagseinerlei abzuheben, ohne dabei an den Nerven der Hörer zu ziehen. Auch gesanglich wird wieder facettenreich gearbeitet und zitiert. Prince und Stevie Wonder dürfenbei Jamies Gesang rausgehört werden, Feist, Gonzales und viele andere dagegen standen als Paten für das Album wieder zur Seite. Der Mann ist einfach zu gut.

http://www.jamielidell.com/ – offizielle Webseite von Jamie Lidell

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