Archiv der Kategorie: Unglaublich?

Zeitreisen mit Timelaps

Das Time Magazin hat in Kooperation mit Google das Projekt „Timelaps“ angeschoben. Seit 1984 zeichnet die NASA via Satellit die Erdoberfläche auf. Diese Aufzeichungen bilden die Grundlage für das Projekt, welches es ermöglicht, die Veränderungen beliebiger Orte auf der Welt in Vogelperspektive im Zeitraffer der letzten 30 Jahre zu beobachten. Dazu einfach den gewünschten Ort im unteren Feld („Explore The World“) eingeben und mit Enter bestätigen. Falls nicht zu viel im gesuchten Ort passiert, können auch einige von den Machern voreingestellte Gegenden der Welt erkundet werden, die sich durch Urbanisierung (z.B. Dubai, Las Vegas oder Shanghai) oder aufgrund klimatischen Wandels (z.B. der Columbia Gletscher in Alaska oder die Waldgebiete im nordosten von Alberta) „auszeichnen“. Sehr interessant, wie sich das Gesicht der Welt in nur dreißig Jahren wandelt..

 

 

L3T 2.0 – Das Buch in 7 Tagen – MitmacherInnen gesucht

Mit der Überschrift ist ja eigentlich schon fast alles gesagt. Die Herausgeber des L3T, des Lehrbuchs für Lernen und Lehren mit Technologien, wollen das Werk überarbeiten lassen. Bereits die erste Veröffentlichung sorgte für Wirbel. 115 AutorInnen erstellten das Werk, welches von über 80 Gutachterinnen nochmals reviewt wurde. Seit 1.2.2011 ist es für alle Interessierten frei zugänglich und mit mittlerweile mehr als 160.000 downloads wurde von dem Zugang auch rege Gebrauch gemacht. Außerdem wurde im Mai 2011 auch eine Printversion bereit gestellt.

Da das Thema in ständiger Bewegung ist, gibt es stets neue Entwicklungen, Trends, Erkenntnisse etc. Diese wollen die Herausgeber nun in dem neuen Buch erfassen und veröffentlichen. Dass dabei nicht der „Klassische Weg“ des Publizierens gegangen wird, war fast zu erwarten 🙂 Sandra Schön und Martin Ebner wollen das Buch in nur 7 Tagen überarbeiten und ergänzen lassen. Dazu werden gerade in Deutschland und Österreich – vielleicht auch noch in der Schweiz? – entsprechende L3T-Camps gegründet, die neben notwendiger Infrastruktur auch den Austausch der Autoren fördern sollen und in denen zum Schluss auch angestoßen wird. Rasende Reporter berichten zweimal täglich von den Camps. Bibliotheken bieten entsprechende Services an den Camps an.

Das ganze Vorhaben ist ein Experiment, dass durchaus gelingen kann, wenn man sich die Planung ansieht. Aber die Herausgeber gehen auch zu Recht davon aus, dass es vielleicht einige Pannen oder Probleme geben könnte, was nicht verwundert, denn so ein Projekt gab es noch nicht. Die Schreibphase von 7 Tagen erfolgt vom 20.8.-28.8.13 (das Wochenende ist frei!) in den Camps und mit Autorenteams im ganzen deutschsprachigen Europa. Darüber hinaus wird es eine intensive Online-Kooperation und -Kommunikation geben. Von den Autoren wird jedoch auch eine Vorbereitung verlangt (Literatur, Gliederung). Und natürlich werden Reviewer, Layouter, Lektoren usw. gesucht.

Die 7 Tage im Überblick (erster Plan)

Tag 1 (Dienstag, 20.8.13): Start und schreiben
Tag 2 (Mittwoch, 21.8.13): Schreiben
Tag 3 (Donnerstag, 22.8.13): Start Review und Überarbeitung
Tag 4 (Freitag, 23.8.13): Review und Überarbeitung
(Sa/So, 24./25.8.13 – frei!)
Tag 5 (Montag, 26.8.13): Lektorat und Layout
Tag 6 (Dienstag, 27.8.13): Lektorat und Layout
Tag 7 (Mittwoch, 28.8.13): Finalisierung und Party

Neben der Neuausgabe gibt es also jede Menge Erfahrungen im „rapid-publishing“ zu sammeln und sicher ist auch eine Menge Spaß dabei.

Die Version 2.0 dieses Buches soll wieder frei zugänglich sein. Dann drück ich mal die Daumen, dass das Vorhaben gelingt. Andere haben in 7 Tagen schließlich die Welt erschaffen, also sollte es doch auch möglich sein, ein Buch zu überarbeiten 😉 ToiToiToi!

Für alle, die mehr Informationen haben möchten, bietet die Webseite weitere Informationen: http://l3t.eu/2.0/beispiel-seite

Führschein für Erstsemester

Der Kampf um Studienbewerber an deutschen Hochschulen nimmt zu. Und so lockt die eine oder andere Einrichtung auch mit einem netten Angebot für Erstsemestler, wenn sich diese bei Ihnen einschreiben. Sei es ein iPad, Büchergutschein oder Begrüßungsgeld. Die Universität Witten/Herdecke wirbt Neuankömmlinge nun damit, dass diese die Fahrstunden für den Führerschein bezahlt bekommen, wie eine Pressemitteilung der Uni bekannt gibt. Dies soll, so der Präsident der Universität, die Mobilität und Flexibilität der zukünftigen Führungskräfte erhöhen. Mit Blick auf die ökologischen Entwicklungen eine vielleicht fragwürdige Aktion. Aber auch ökonomisch (steigende Benzinpreise, Anschaffungs- und Haltungskosten für Autos etc.) sind die Folgekosten nicht zu unterschätzen. Interessanter wird es jedoch, wenn die Bürgermeisterin (Sonja Leidemann (SPD)) der Stadt zitiert wird, die diesen Vorstoß auch noch lobt, da diese Aktion die Autostadt Witten stärkt und den öffentlichen Personennahverkehr entlastet!?!? Hier scheint der Nahverkehr wohl noch richtig zu boomen, wenn dieser durch PKW-fahrende Studierende entlastet werden muss. Anderernorts stirbt er ja genau deshalb, weil viele einfach auf das Auto umgestiegen sind – mit gravierenden Folgen für die Infrastruktur der Städte und Gemeinden. Insofern kann ich der Kritik der Studierenden der Universität gut zustimmen: „’Wir bemühen uns seit Jahren, die Uni grüner zu machen‘, sagt etwa Alexander Spinola von der studentischen Initiative ‚Grüne Verantwortung‘. ‚Da pflanzen wir extra eine Obstbaumalle mit heimischen Baumarten, installieren erst kürzlich eine Solaranlage und nutzen Ökostrom – und dann entwickelt die Uni ein solches Konzept, anstatt beispielsweise allen Erstsemestern Fahrräder zur Verfügung zu stellen. Das ist ein Schlag ins Gesicht aller umweltbewussten Wittener Studierenden.’“ (Quelle) Dem ist nichts hinzuzufügen.

Nachtrag vom 25.5.12: Wie mir aus der Universität mitgeteilt wurde, handelt es sich bei der Pressemeldung um einen 1. April Scherz (hier nachzulesen: http://lars-kilian.de/?p=5440#comments). Dem bin ich gut aufgesessen …und erleichtert, dass es ein Aprilscherz war. 🙂

Alles ist relativ

Nicht nur Zeit und Raum sind relativ, auch die Größe kann es sein. Zumindest, wenn man mal einen Blick auf die eindrucksvolle Darstellung der Größen in unserem Universium schaut. Cary und Michael Huang haben sich die Mühe gemacht, in einer Flash-Animation die verschiedenen Größenverhältnisse abzubilden, die in unserem Universium vorherrschen. Die (bislang bekanntesten) kleinsten Objekte befinden sich auf dem Niveau einer Planck-Länge, die im Bereich von 1×10 hoch -36 Metern gemessen wird. Das ist eine Null mit 36 (!) Nullen nach dem Komma. Auf der anderen Seite der Skala befindet sich Objekte und Distanzen, die wiederum im Bereich von 1×10 hoch 26 Metern liegen. Dazwischen liegt so ziemlich alles, was wir kennen. Auf einem kleinen Schieberegler am Fuß der Darstellung kann zwischen den Distanzen gesprungen werden. Die aufgezeigten Objekte werden, sofern man mal draufklickt, kurz erläutert (englisch).

Eine sehr informative Webseite, die darüber hinaus auch helfen kann, die eigenen Probleme relativer zu sehen 🙂 Meine Empfehlung! Apple-User könnten ein paar Probleme mit der Darstellung bekommen, da sie in Flash läuft. Schade. Aber ich hoffe, die Seite wird auch irgendwann in „modernere“ Formate übertragen…

Zur Webseite geht es hier lang: http://static.flabber.net/files/scale-of-the-universe-2.swf

Cashback bei Pentax

Und schon wieder ein Billigheimer-Hinweis. Für alle, die mit einer neuen Kamera liebäugeln, gibt es von Pentax ein sehr gutes Angebot, um gleich in einen semiprofessionellen Bereich der digitalen Fotografie vorzustoßen: 100 Euro (125Sfr) Cashback beim Kauf einer Pentax K-5 bei einem deutschen, schweizer oder österreichischen Händler. So erhält man derzeit für unter 800 Euro eine Top-Kamera, die in vielen Tests Konkurrenzprodukte der „bekannten Anbieter“ überflügelt. Ich mag an neben der guten Bedienbarkeit den fest eingebauten Verwacklungsschutz am Sensor, die Wasserdichtheit sowie die ISO-Fähigkeit bis 52000 (!) und vieles mehr. Tests gibts zur Genüge im Netz 😉

Bei Amazon gibt es die Kamera mit der Cashback-Aktion für schnittige 799 Euro! Der Bonus wird an der Kasse direkt abgezogen. Und das inklusive einem Standard Zoom 18-55, welches wie die Kamera selbst wasserdicht ist. Ein unschlagbarer Preis.

Mehr Infos zur Kamera: Pentax K-5 SLR-Digitalkamera (16 Megapixel, Live View, Full HD Video) Kit inkl. DA 18-55mm WR Objektiv

Mehr Infos zur Cashback-Aktion von Pentax: http://www.cashback-pentax.com/de

Wettbewerb zur Vergesslichkeit des Internets

Das Bundesministerium des Inneren hat einen Wettbewerb gestartet und bis 31.1.2012 verlängert, in welchem Vorschläge gesammelt werden, das Internet endlich mal vergesslich werden zu lassen. Das können technische Lösungen oder auch ein neuer Umgang mit Informationen in einer Netzkultur uvm. sein.

Eingereicht werden können die Ideen unter folgender Adresse: http://www.vergessen-im-internet.de/

Ich errinnere mich noch an Ideen, Webseiten mit einem Zeitstempel zu versehen und wie Papier langsam vergilben zu lassen. Mit Eselsohren und Rissen. Nur was ist mit den Informationen, die nicht peinlich sind? Oder können vielleicht clevere Suchmaschinen weiterhelfen, indem einfach geschaut wird, was ist aktuell und was alt? Vielleicht reicht es auch einfach, einen bewussten Umgang mit eigenen Daten zu üben?

Vielleicht ist es aber auch eine Chance, dass das Internet nicht vergesslich ist…? Sollte ich mal anfangen, meinen Blog zu löschen…? Fragen, Fragen

Liste der Phobien

(Bildquelle. http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/sa/sabrina-gundert/text/regular/604728.jpg)

Viel muss nicht dazu gesagt, werden. Bekam ich doch jüngst einen Link zugeschickt, in dem eine Liste aller möglichen (oder bekannten?) Phobien  zu finden ist. Schön alphabetisch sortiert. Unglaublich, wovor man so Angst haben kann. Wußte zum Beispiel nichts davon, dass es Zahlenphobien gibt… Mit dieser Liste kann man auch gut beim Arzt auftrumpfen 🙂

Hier gehts zur Liste http://phobialist.com/reverse.html

Auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern…

…plant die Deutsche Post jetzt, eMails auszudrucken und per Brief an den Empfänger zuzustellen, wie golem berichtet. Dies kann hilfreich sein, wenn der Empfänger keine eMailadresse hat, was aber zunehmend weniger Personen betreffen dürfte. Testversuche laufen bereits. In der Schweiz ging man übrigens den anderen Weg, wie man in dem Beitrag erfahren darf: dort werden Briefe eingescannt und per eMail verschickt. Mich würde mal interessieren, wieviel Personen sowas nutzen… Mehr unter http://www.golem.de/0907/68563.html

Landeslehrpreis Rheinland-Pfalz

An dieser Stelle ein Meldung der „besonderen Art“.

Ich wurde 2008 für den Landeslehrpreis vorgeschlagen – was für eine Ehre! Das Verfahren wurde entsprechend ausgelöst und meine vier Seminare im Sommersemester 08 wurden entsprechend von den Studierenden mit Fragebögen des Hochschulevaluierungsverbundes evaluiert. Diese Bögen gingen direkt zurück nach Mainz und dann wurde es ruhig.

Bis zum 2.4.09. An diesem Tag erhielt ich Post von o.g. Stelle und durfte so erfahren, dass ich Preisträger des Landeslehrpreises 2008 bin (einen Tag früher hätte ich das als Aprilscherz ausgelegt :)). Heute findet die feierliche Übergabe der Urkunde im Landesmuseum Mainz statt. Ich bin sehr stolz, den Preis erhalten zu haben!

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle ganz besonders bei meinen Studierenden, speziell denen vom Sommersemester 08. „Wie man in den Seminarraum hineinruft, so schallt es hinaus“ – so ein altbekanntes Sprichwort. Und – wie ich finde – rufen wir in der Regel alle gut in den Raum. Die positive Evaluation meiner Lehre liegt zu einem großen Teil in der guten Arbeit, die meine Studierenden in den Seminaren an den Tag legen und so die wöchentlichen 90 Minuten abwechslungsreich, unterhaltsam und hoffentlich auch lehrreich machen. Mir macht so der Job Spaß, ohne ein Gegeneinander, mit gegenseitigem Respekt und dem Bestreben, das möglich Beste zu geben.

Dank gilt natürlich auch „meinem“ Team am Fachgebiet Pädagogik der TU, mit denen die Lehre gemeinsam geplant und bestritten wird. Gegenseitige Hilfe, der Austausch über Inhalte und die didaktische Herangehensweisen sowie der Raum für eigene „Lehrexperimente“ sind wichtig, um Lehre und Lernen so zu gestalten, dass diese für alle Beteiligten Spaß und Freude macht.

Ich fühle mich äußerst geehrt, dass meine Lehre so gut eingeschätzt worden ist und motiviert mich enorm, weiter hinter dem Lehrerpult stehen zu bleiben 🙂

Vielen Dank dafür!

Vielen Dank möchte zuletzt auch allen aussprechen, die mir neidlose und ehrliche Glückwüsche sowie motivierende Worte mit auf den Weg gegeben haben. Das tat wirklich gut!

Mehr Informationen zum Landeslehrpreis unter:

http://www.hochschulevaluierungsverbund.de/lehrpreis

Nachtrag vom Abend

Die TU hat schon mit einer kleinen Pressemitteilung reagiert. Gratulation auch an die anderen Gewinner und weiter so! http://www.uni-kl.de/wcms/index.php?id=nachricht&backPID=5098&tt_news=571

Preisträger zum Tag der Lehre

Mein Vater nebst Gemahlin - Die Überraschungsgäste

Dr. Claudia Gomez-Tutor (Leiterin des ZfL Kaiserslautern) und Herr Prof. Litz (Vizepräsident der TU Kaiserslautern)