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Cinerama – Disco Volante (2000)

Reinhören

Was tun, wenn sich eine Band wegen eines Beziehungskrachs auflöst, aber Musik das Lebenselexier der Musiker bedeutet? Nun, einfach unter neuem Namen weitermachen und davon singen, wie schlimm alles ist. Nach dem Zusammenbruch von The Wedding Present singt sich David Gedge mit Cinerama durch zahlreiche Hommagen an eine (echte?) Freundin. Zwar fehlen auch diesem – wie wohl fast allen Alben von Gedge – die Nr. 1 Hits, aber seine Songs schaffen sich auf ihre eigene Weise Zutritt.  Sie gefallen, treiben an, geben Mut, aber sie zerfallen auch mit dem Ende des Albums. Übrig bleibt ein schönes Gefühl und das Unwissen, was man da eigentlich gerade gehört an. Also: Nochmal hören. Einfach zeitloser und wunderschöner Pop. 

 

Olaf Schubert – So! (2013)

„Wer ‚So!‘ sagt, hat gerade nichts zu tun.“, lautete eine Binsenweisheit in der Schulzeit. „So!“ betitelt der selbsternannte „Bundesolaf“ und „Zentralschubert“ sein neues Programm und widerlegt damit die Weisheit aus Kindertagen. Er ist gekommen, um Lösungen zu liefern, wo noch noch nicht einmal die Probleme da sind. Er blickt voraus und prophezeite bereits 2012, dass das Internet bald kommen wird. Weitere zeitlose Themen wie Ernährung, Kinder, Ehrlichkeit und das Leben als Pirat zeigen, dass Schubert, die „Lichtgestalt aus Dunkel-Deutschland“ im 21. Jahrhundert angekommen ist, ohne seinen Platz gefunden zu haben. Und hier ist „Schubert So! wie wir ihn kennen. Die Nähe des Volkes suchend. Angetreten, all jenen Individuen, welche unverholen trotz mehrfacher Verwarnung Kapitalismus ausüben, den Kampf anzusagen. “ (Uta Mehl) 

Wissensmanagement 1.0 – es lebt noch

Ein Fundstück, mal mobil gepostet, da mein PC immer noch in der Werkstatt ist 🙁 Gefunden an der TU Kaiserslautern und passend zum Thema Wissensmanagement und -kommunikation in Unternehmen. Ich hoffe, es ist lesbar…

2015-06-18 15.32.16

Johnny Cash – American III: Solitary Man (2000)

Reinhören
Zugegeben: Als ich das erste Mal beim Hören eines Songs von Johnny Cash begeistert war, erschrak ich über mich selbst. Bis dahin galt er als ein Idol der Generation, die gefühlt schon vor meinen Eltern lebte. Aber die rauchige, dunkle Art, wie mir die Coverversion von Depeche Modes „Personal Jesus“ entgegenschallte, beeindruckte mich. Ich widmete Cash mehr Aufmerksamkeit und merkte, dass tatsächlich seine Stücke aus früheren Jahren nicht ganz so meinen Geschmack trafen, jedoch die Titel aus seiner letzten Schaffensperiode durchaus einen Charakter haben, der mich einfängt.
Zentral auf der „American 3: Solitary Man“ sind Cash und seine Gitarre. Wenig weitere Instrumentierung und Gastsänger kommen zum Einsatz. Dafür klingt Cash so, als hätte er sich lebtags auf den Straßen rungetrieben, unablässig geraucht, nicht zu wenig getrunken und trotz der vielen Kontakte stets allein, eben ein Solitary Man. Das Cover mag diesen Eindruck verstärken. Die CD vermittelt mir den Eindruck, dass Johnny Cash seine Erfahrungen, Eindrücke und Ansichten als Konklusion auf dieser American Reihe zusammenfast. Ein Resümee des Lebens, ein musikalisches Testament, wenn man so will. Klar, tief, schnörkellos und dennoch emotional. Sein Tod kam daher in der Tat nicht ganz überraschend für mich…

Warum melden sich so viele im Blog an?

Eine arbeitsintensive Zeit lässt mir kaum Raum, den Blog zu pflegen. Überraschenderweise erhalte ich im Stundentakt – oder häufiger? – Meldung vom System, dass sich neue Nutzer anmelden. Ich frag mich: „Warum?“ Spam kann ich mir nicht recht vorstellen, da ich ein paar Sicherheitstools eingebaut hab, die hoffentlich halbwegs funktionieren. Also, liebe Registrierer*innen, warum meldet ihr euch an? Schreibt mal, würde mich interessieren 🙂

Zu den Feiertagen

Allen Besuchenden des Blogs wünsch ich eine eine frohe, friedvolle und besinnliche Weihnachtszeit sowie einen guten Start in das Neue Jahr. Dass sich die geschmiedeten Pläne mit Verve und wenig Widerständen verwirklichen lassen!

6967 Weihnachtsengel Potsdamer Platz 2013

Sigur Rós – ( ) (2002)

Reinhören
Mit Sigur Rós hatte ich keinen leichten Start. Ihr Album „Agaetis Byrjun“ hörte ich mir mehrmals bei einem Freund an und beschloss: „Nicht mein Ding“. Und irgendwann fiel es mir wieder in die Hände und verzauberte mich auf einmal. Die Begeisterung für die Gruppe steigerte sich nochmals mit dem namenlosen 2002er Album „( )“ Nochmals dichter, nochmals schwebender, nochmals poetischer, mehr Kraft, mehr Freiraum. So klingt Musik wohl nur aus Island. Der Gesang von Jonsi ist melodisch tragend, die gewählte Sprache für die Texte ist „vonlenska“- auf dt. übersetzt „Hoffnungsländisch“.

Einem Genre sind Sigur Rós nicht zuzuordnen, sollten aber als suchterzeugend unter Verschluss gehalten werden. Sie waren einer der Auslöser, die mich wenige Jahre später nach Island lockten, um das Land, die Elfen und Trolle, die Vulkane, die Eisfelder, den Wind, Sonne und Schatten zu besuchen. Und wer nicht nach Island mag oder kann, dem sei diese CD angeraten. Denn ich meine, dass dieses Album ein passender Soundtrack zur diese Insel im Norden ist.

Offizielle Webseite von Sigur Rós

Wikipedia über Sigur Rós

Der Opener „Untitled #1“, der – wenn ich mich recht erinnere – auch die Titelmusik des wunderbaren Films „Nach der Hochzeit“ war