Archiv der Kategorie: Musik

Big Audio Dynamite – Tighten Up Vol. 88 (1988)

Reinhören

„Not everyone will like this album but let me try to explain why this remains one of my favorte BAD albums: „Just Play Music!“ was a huge single for them and remains one of their best songs. It has the right amount of dance bounce, horns and movie soundbytes. It also explains Mick Jones‘ philosophy on the group and music in general. „Other 99“ is a great song too and shows up on the Greatest Hits. The „Tighten Up“ series was a „best of“ series of records put out by Trojan Records, a reggae imprint. What a great way to show respect to the genre by naming this „…Vol. 88“. There are some other party stompers on this album including the leadoff track „All Night Long“ but the main bulk are midtempo songs that tell stories. I think this is why most people never gravitated to this album. A few songs retell the story of the mixed-race-mixed-style band that is Big Audio Dynamite and they are amusing if you get the joke. „Tighten Up Vol. 88“ is the best of these songs. It’s really a hidden gem and it’s too bad it doesn’t appear on either of the Greatest Hits CDs. The wordplay and tomfoolery are abundant like „Esquerita“ where he pokes fun at Little Richard for stealing Esquerita’s whole schtick: „well now Preacher what you got to say?“ and Imelda Marcos in „2000 Shoes“; he pokes fun at astrology in „Mr. Walker“. The beat is fun and I love my rock music with bits of irony.“ (Quelle: http://www.amazon.com/Tighten-Vol-Big-Audio-Dynamite/dp/B000008DFJ)

Wikipediaeintrag (in Englisch)

Basic Channel – BCD (1995)

Reinhören

„Wer minimalistische Sounds und gern etwas genaues in dieser Richtung hören möchte der sollte sich diese CD kaufen. Diese typisch über Minuten gleich sich hinziehenden Sounds sind einfach unverwechselbar. Ich kann nur empfehlen alles von diesem Label zu kaufen was man noch bekommen kann.“ (Quelle: http://www.amazon.de/Basic-Channel-Various/dp/B0000067BU/ref=sr_1_3/028-0730598-4948530?ie=UTF8&s=music&qid=1193231183&sr=1-3)

„…Eher abstrakte und ambientöse Tracks, wie die Klassiker „Quadrant Dub I“ oder „Lyot Remix“, finden sich hier. Aus heutiger Sicht gibt dieser offene Sound schon einen Vorgeschmack auf jene atmosphärisch dichten und Echo-verhangenen Rhythm & Sound-Tracks…“ (Quelle: http://www.indigo.de/unser_programm/titel/82371/)

Homepage des Labels Basic Channel

Peter Licht – Vierzehn Lieder (2001)

Reinhören
„Normalerweise führt ein Sommerhit das Leben einer Eintagsfliege. Die Geschichte des Liedes „Sonnendeck“ dagegen zieht sich über zwei Sommer hin, mindestens. Es begann alles Mitte 2000, als ein Schwabe namens Meinrad Jungblut mit Wohnsitz Köln auf dem dort ansässigen Mini-Label Betrug eine EP in Kleinauflage mit dem Titel 6 Lieder herausbrachte. Eines davon heißt „Sonnendeck“ und findet sich in der Septemberausgabe der Musikzeitschrift SPEX auf der beiliegenden CD # 01 wieder. Nun fängt der Song an, ein Eigenleben zu führen. Er landet auf Platz 2 der Jahrescharts der SPEX-Leser, nur Madonnas „Music“ versperrt die Pole-Position. Da die EP natürlich längst vergriffen und schwer erhältlich ist, spielen Radiosender sie von der Gratis-CD. Beim österreichischen Sender FM 4 dagegen rotiert das Vinyl und aufmerksame Ohren des BMG Ariola-Sublabels Modul hören das Stück mit Begeisterung.

Winterpause. Im Juni des darauf folgenden Jahres taucht der Song wieder auf. Nun heißt Meinrad Jungblut Peter Licht und „Sonnendeck“ erscheint erneut, diesmal bei Modul, und schafft den Einzug in die Singlecharts. Dazu läuft ein superlustiges Video mit einem blauen Schreibtischstuhl als Star auf MTV und Viva. Überall wird das angekündigte Album — obwohl etliche Songs fehlen — besprochen, und irgendwie passend verschiebt sich laufend der Veröffentlichungstermin. Das passt, denn Peter Licht, von dem wahrscheinlich nur ein einziges Lichtbild in seinem Ausweis existiert, singt „meide die Popkultur“ im gleichnamigen Song. Warum sollte er sich da Marktmechanismen unterwerfen, anstatt zum eigenen Karriere-Bremsklotz zu werden?

So ganz konnte der als menschenscheu geltende Werbetexter (wird erzählt) den Erfolg jedoch nicht verhindern. Der Refrain „Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck… oder im Solarium oder am Radar… oder im Aquarium“ setzt sich im Gehirn fest. Doch nicht alle Stücke des Albums sind Pop. Peter Licht polemisiert humorvoll und charmant gegen den Kölner Dom und die Sonne. Er schätzt große Katastrophen und soziale Ungerechtigkeiten, liebt die Hasstiraden seines Schusters und die Beleidigungen seines Pizzabäckers. Er macht sich Sorgen über seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil er sich ja mal etwas gönnen möchte und nie weiß der Zuhörer, ob JungblutLicht ein kleiner Spinner, kluger Denker, ein Weltfremder oder verschrobener Schrat ist.

Bemerkenswert ist auch die musikalische Wandlungsfähigkeit des Musikers. Licht zitiert im Wandel von Low-Fi-Pop und dichter Produktion einerseits hemmungslos NDW-Stars wie Andreas Dorau, andererseits lässt er immer die Nähe zur Kölner Elektronik-Szene durchklingen. Zur nächsten Platte erzählen wir dann, wie PeterLicht mit seinem Dasein als kleiner Star umgeht und was dieser stets präsente blaue Stuhl soll. Ach ja: köstliche Platte!“ (Quelle: http://www.amazon.de/Vierzehn-Lieder-PeterLicht/dp/B00005N5DM)

Portrait bei Laut.de: http://www.laut.de/wortlaut/artists/l/licht_peter/

Künstlerseite bei Motormusic: http://peterlicht.motor.de/

Nicolette – Now Is Early (1992)


Reinhören
„Als PJ & SMILY Anfang der Neunziger mit „Shut Up And Dance“ und ihrer stets merkwürdigen Mischung aus hochgepitchten HipHop-Beats, schäumendem Techno, elektrifizierter klassischer Musik, respektlosen Pop-Samples und allerlei anderen Spielerein die Clubs so richtig aufmischten, war man zunächst sprachlos. Kurze Zeit später ward dann der Begriff „Jungle-Techno“ erfunden; der Rest ist Geschichte. Für NICOLETTE haben sich PJ & SMILY musikalisch stets etwas zurückgehalten. Das Verrückte an der Zusammenarbeit war allein die Frage, wie in aller Welt eine Sängerin auf diese schnelle Art von Musik klarkommen sollte? Die Antwort hieß „Now Is Early“ und ist bis heute ein kleines Juwel aus einer kreativen Zeit, in der alles möglich schien und die Grundlagen für die heutige Jungle/Drum’n’Bass-Ära gelegt wurden. Warum das alles passiert ist, kann man aus NICOLETTEs persönlichen Geschichten von „No Government“ bis „School Of World“ heraushören, die ihr damals den Titel der „BILLIE HOLIDAY On Acid“ einbrachten. Solchen Kategorisierungsbeschreibungen zum Trotz finden sich in der Art und Weise, wie NICOLETTE ihre hohe, zuweilen fast piepsige Stimme zu formen versteht, viele, viele andere Einflüsse von afrikanischen Chants über eine klassische Ausbildung bis hin zu modernen Sprechgesangs-Variationen. Kurzum: die perfekte Begleitung zur Musik, bis heute unerreicht und im heutigen Drum’n’Bass leider so gut wie verschwunden“ (Quelle: http://www.intro.de/platten/kritiken/23022559)

Mitte Karaoke – Aufschlag (2002)

Reinhören

„…die cheesy Mischung aus Mid-Fi-House und NDW-Revival lässt leicht vermuten, dass das Projekt schon seit längerem den Hauptstadt-Vibes ausgesetzt ist. Über einem grundsymphatischen Geglucker gerät man ins Schunkeln, muss sich aber unter anderem leider folgendes anhören: „Pandabär, Pandabär / Ich mag mich doch so sehr, doch so sehr / Pandabär, Pandabär / Ich mag mich immer mehr / Morgens im Club zu stehen / und auf die Uhr zu schauen / Und zu sehen wohin / die Pandabären gehen (…) morgens um halb acht / wird der Club zugemacht / Alle Bären müssen gehen / und dann kann ich’s endlich sehen / wie sich all die Pandabäre / gegen’s Sonnenlicht wehre“.“ (http://www.intro.de/platten/kritiken/23029200)

Ministry

Psalm 69: The Way To Succeed & The Way To Sucks Eggs (1992)


Reinhören

Livevideo auf youtube

„Auf Ministry’s The Mind is a Terrible Thing to Taste folgte dieses Album. Es zeigt die gleiche aggressive Haltung, aber sinkt auf ein düsteres und heftigeres Niveau. Das Auftakt-Stück „N.W.O.“ setzt Tonbandaufnahmen des damaligen Präsidenten George Bush ein, der nach einer „New World Order“ (Neue Weltordnung) ruft. Ministry liefert diese, indem sie ihr handwerkliches Können mit maschinengewehrartigen Tönen auf Thrash-Metal-Gitarren, hemmungslosen Schlägen und Gesängen, die die ganze Bandbreite vom wahnsinnigen Versteigerer der Verdammten („Jesus Built My Hotrod“) bis hin zu furchterregenden Schreien („Just One Fix“) abdecken, vermischen. Psalm 69 ist schnell und furios, ein ätzender Geschmack von Ministry, teuflisch und auf das höchste konzentriert.“

„Wer Marylin Manson oder Fear Factory verstehen will , aber auch wer wissen will wer das sehr bekannte Riffing von Rammstein beeinflußt hat, der kommt um dieses düstere, verstörende Juwel der Musikgeschichte nicht herum. Ein so großer Wurf ist Ministry leider nie wieder gelungen. „Psalm 69″ ist ein Stück Musikgeschichte. Wer Ministry bis jetzt überhaupt nicht kannte, der sollte sich N.W.O. anhören. Es ist erstaunlich, wie modern sich Musik anhören kann, die vor über 10 Jahren geschrieben wurde. Das Album sollte in keiner Sammlung fehlen.“ (Quelle: http://www.amazon.de/Psalm-69-Ministry/dp/B000002LR6)

Llorca – Newcomer (2001)

Reinhören
„Ludovic Llorca knüpft mit „Newcomer“ an eine lange Tradition im gepflegten Hause F Communications an. Eine, die vom 1995 ins Leben gerufenen Jazz&House-Fusion-Projekt St. Germain bis zum 2000er-Monstertrack „The Man With The Red Face“ des Labeleigners Laurent Garnier reicht.(…) Die drei möglichen Ansprüche an elektronisch produzierte Musik meistert „Newcomer“ mit Leichtigkeit. Llorcas Sound schleicht sich mit seiner Mixtur aus groovig-perkussivem Housebeat und Offbeats, Live-Saxofon (Julien Lourau) und einer Reihe tief schwarzer Soul- und Jazzstimmen (Nicole Graham, Mandell Turner, Lady Bird) an das Prädikat „Zeitloser Klassiker“ an. Und Freunde von musikalischem House, Blue Jazz, Bossa, Funk und Soul werden genügend gute Gründe finden, dieses Album beim aufmerksamen oder Nebenbei-Hören schön zu finden. Sicher!“ (Quelle: http://www.amazon.de/Newcomer-Llorca/dp/B00005B2C6/ref=pd_bbs_sr_1/303-4298875-4845834?ie=UTF8&s=music&qid=1190137223&sr=8-1)

Joy Division – Closer (1980)


Reinhören
„Joy Division sind leider längst tot. Die Band starb 1980 mit dem Selbstmord des charismatischen Leadsängers Ian Curtis der sich, kurz nach Beendigung und einige Monate vor der Veröffentlichung des Meilensteins „Closer“ erhängte. Ihre Musik jedoch konserviert einem kleinen Hörerkreis immer noch die Stimmung der ausgehenden 70er Jahre, in denen es überraschenderweise NICHT nur Bombast-Rock und freie Liebe gab. Schwarz ist diese Platte, durch und durch. Streckenweise absolut furchterregend, kalt und demzufolge auch nicht unbedingt für labile Seelen gedacht. (…) „Closer“ ist eine der besten Scheiben der letzten Jahrzehnte. Der Vergleich zu anderen Grössen der Szene wie Depeche Mode oder The Cure fällt jedoch schwer. Joy Division zeigten in ihrem musikalischen Gesamtwerk die viel schwärzeren Bereiche und Abgründe der menschlichen Seele, untrennbar verbunden mit dem charismatischen Ian Curtis. Curtis prägte die Musik von Joy Division sowohl thematisch als auch durch seinen durchdringenden, kalten Gesangsstil. Hoffnung- und Perspektivlosigkeit spiegelte sich immer wieder in seiner selbst. So wird „Closer“ zu einer Reise in die Untiefen, in die Abgründe der menschlichen Seele.

„Isolation“ und Konfusion zieht sich wie ein roter Faden durch die Songs, untermalt von der minimalistischen und tiefdüsteren Atmosphäre der elgischen Kompositionen. Es ist schwer, sich der Faszination zu entziehen, wenn einmal der Zugang zur Grundstimmung des Albums gefunden ist. Joy Division zeigen gnadenlos die Ziel- und Rastlosigkeit des alltäglichen Lebens auf, ohne in gängige Klischees zu verfallen. Zu Anfang ist es ziemlich schwer mit den wirklich arg depressiven Botschaften der Band umzugehn. (…)

Generelle Hörtipps kann und will ich bei diesem Album nicht geben, da es auch ohne eine, in den meisten Fällen, nicht vorhandene Verknüpfung der einzelnen Stücke, wie eine einzige mörderisch depressive Komposition klingt. Skippen verboten!!!

In jedem Falle ist „Closer“ nicht zur beiläufigen Beschallung geeignet. Zu intensiv ist die Musik, und zu wertvoll.“ (Quelle: http://www.amazon.de/Closer-Joy-Division/dp/B00002DE4E/ref=pd_bbs_sr_1/303-4298875-4845834?ie=UTF8&s=music&qid=1189953933&sr=8-1)

Wikipediaeintrag zu Joy Division: http://de.wikipedia.org/wiki/Joy_Division

http://www.iancurtis.org/ Die Fanwebseite zu Ian Curtis und Joy Division

Glenn Gould – Johann Sebastian Bach: Goldberg Variationen, BWV 988 (1982)

„Wer sich mit Bachs Klaviermusik beschäftigt wird unweigerlich auf Glenn Gould, den wohl eigensinnigsten, auf jeden Fall aber bekanntesten Bach-Interpreten stoßen. Ich finde Goulds zweite Einspielung der Goldbergvariationen wunderbar, da ich die erste allerdings nicht kenne, kann ich nicht sagen, welche „besser“ ist, falls sich das überhaupt sagen lässt. Gould schöpft hier die ganze Bandbreite von innigem, feinfühligem Spiel, wie etwa in der Aria, bis hin zu glanzvollem Virtuosentum aus, und das immer mit seinem einmaligen Anschlag, phantastischer Herausarbeitung der jeweils bedeutenden Stimmen und seiner ganz eigenen Interpretation, die Musikgeschichte schrieb. Für alle, die Bachs Klaviermusik schätzen natürlich ein absolutes Muss.“ (Quelle: http://www.amazon.de/Glenn-Gould-Bach-Goldberg-Variations/dp/B000025NYA/ref=sr_1_2/302-2294176-8192004?ie=UTF8&s=music&qid=1187511590&sr=1-2)