Archiv der Kategorie: Musik

Autechre – Peel Session (1999)

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„Pünktlich zum neuen Jahr leben, zeitgleich mit den guten Vorsätzen, auch in Vergessenheit geratene Traditionen wieder auf: Die Veröffentlichung inzwischen legendärer John Peel-Sessions auf Platte. Autechre bolzten in der BBC-Kantine im August 1995. Ich erinnere mich auch dunkel an die Tracks, aber irgendwie hatte mein Verbindungsmann in England das Tape erst in die Waschmachine gesteckt und dann in den Briefumschlag nach Deutschland. Naja. Drei Tracks sind drauf, alle supi, alle fein. „Milk DX“ klingt irre trocken, gnadenlos auf Downtempo gedrückt. Klar, daß, wenn man Betabeatstrukturen so ausquetscht, die Bassdrumpartikel zu Geistermelodien mutieren und den Rücken hochkriechen. Und wenn ich zurückrechne, bedeutet 1995 für Autechre tri repetae, und damit liegen wir dann auch genau richtig. „Inhake 2“ stampft genauso heftig, ist aber deutlich relaxter, so ein Track für das morgendliche Hoppse-Spiel in der Schwerelosigkeit. Damals wußten wir noch nicht, daß diese Melodien einfach in den Köpfen von Autechre leben und waren verblüfft, daß ihnen immer wieder neue tolle Dinge einfielen, über die wir uns dann freuen konnten. Ein sehr ehrlicher Track. „Drane“ ist schließlich der Schritt auf die andere Seite, die Einverständniserklärung mit der Unendlichkeit.. Hochfrequentes trifft auf einen wuinderbar verflangten mellotronigen Mollchor, der sich in die Lautsprechermembran gnadenlos einfrißt und bleibt. Für immer, ob du willst oder nicht.. So deep waren Autechre selten.“ (Quelle: http://www.de-bug.de/reviews/6382.html)

The Art Of Noise – Below The Waste (1989)

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„Below the Waste is Art of Noise’s fourth full-length original album, and their last album for China Records before Anne Dudley reformed with ZTT’s Trevor Horn and Paul Morley for The Seduction of Claude Debussy (1999). The album saw them experimenting with world music, collaborating with Zulu group Mahlathini and the Mahotella Queens. The African singers provide a heavy layer of mostly non-English vocals. Many see the album as presenting two distinct halves, representing the diverging interests of the two musicians involved. One one hand, you have a few light dub tracks and a couple of harder, rock-edged tunes, both probably efforts of J.J. Jeczalik. These arrangements use sampling, long fade outs, a diverse mix of classical instruments with guitar riffs and almost industrial percussion, typical of earlier Art of Noise material. On the other hand, you have several shorter ambient interludes of melodic, orchestral pieces, most likely the work of Anne Dudley. In similarity to the preceding album release, In No Sense? Nonsense!, the album also featured versions of previously recorded themes composed for television and film, namely Robinson Crusoe (originally the theme to the 1964 television programme The Adventures of Robinson Crusoe) and James Bond Theme which was submitted, and consequently rejected by the film producers, as a potential version for the soundtrack of Licence To Kill (1989)“ (Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Below_the_Waste)

Ammer & Einheit – Deutsche Krieger (1996)

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„Für seine Fernseh- und Hörfunkproduktionen wird der 1960 in München geborene Andreas Ammer regelmäβig auf nationaler und internationaler Ebene mit Auszeichnungen überschüttet. Seine Hörspiele in Zusammenarbeit mit FM Einheit, Blixa Bargeld, der ex-Rainbirds Keyboarderin Ulrike Haage oder Martin ‚Console‘ Gretschmann stellen die starren Grenzen des Genres immer wieder in Frage, spielen mit den akustischen Quellen und verbinden Musik und Sprache in lebendiger, zuvor nicht gekannter Weise.

Mit „Deutsche Krieger (Kaiser Wilhelm Overdrive, Adolf Hitler Enterprise & Ulrike Meinhof Paradise)“ wagen sich Ammer und Einheit an die jüngste deutsche Geschichte heran, die unter ihner Händen zu einer kritisch subversiven Pop-Historienoper wächst. In den Chefetagen der groβen Rundfunksender zeigt man aufgrund des spielerischen Umgangs mit der deutschen Geschichte und der daraus angeblich erwachsenden politischen Brisanz wenig Verständnis für „Deutsche Krieger“ und sendet die Rock-Oper folglich nicht.“ (Quelle: http://www.ubu.com/sound/ammer.html)

Air – 10.000 Hz Legend (2001)


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„Bittersüsse Meisterklasse! Nach ihrem Debüt-Album „Moon Safari“ und dem eher düsteren Soundtrack „The Virgin Suicides“ legen Air ein Album vor, das den Erwartungen gerecht wird. Die vielschichtigen, oft gar innerhalb eines Stücks wechselnden Strukturen, entfalten erst nach und nach ihre grossartige Vielfalt, auf „10 000 Hz Legend“ werden jedoch keine Stilgrenzen überschritten. Die Songs reihen sich vielmehr in logischer Abfolge aneinander und die verschiedenen Themen werden immer wieder aufgegriffen. Die Teilstücke, aus aufwändig instrumentiertem Synphonie-Pop mit klaren Sondtrack-Ambitionen, bisweilen bedrückend schwerem Psychadelik-Rock oder schlagendem Synthie-Bass, werden zu einem elegant fliessenden Stück zusammengefügt, welches durchaus noch einmal in eine honigsüsse Synthesizer-Melodie wechseln kann. Auf „How Does It Make You Feel“ zeigen sich die beiden Franzosen von ihrer bitterzarten Seite, und die ist nicht ohne entspannte Selbstironie. Dieser gelassene Humor zieht sich denn auch durch das ganze Album hindurch, macht sich auf der Singleauskopplung „Radio No. 1“ bemerkbar, wo er sich über musikalischen Müll lustig macht oder ein wenig grotesk auf „Wonder Milky Bitch“. Beck wurde eingeladen und hat mit „The Vagabond“ und vor allem auch mit „Don’t Be Light“ zwei grandiose Tracks mit eingespielt. Die beiden Japanerinnen Susan und Yukimo von Buffalo Daughter gaben dem Erotik knisternden „Sex Born Poison“ ihre Stimme. Zu einem beängstigend sanften Höhepunkt kommt es schliesslich auf „Lucky And Unhappy“. Ein dunkles und verträumtes, ein berauschendes Album.“ (Quelle: http://www.music.ch/LF/reviews/ID3/INFO/Air/10+000+Hz+Legend/)

Thomas Fehlmann

One To Three Overflow (1999)


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„„Radio Eins‘-Hörer kennen Thomas Fehlmann vielleicht als Moderator von „Ocean Club Radio‘, der gemeinsamen Sendung mit „Monika‘-Labelmacherin Gudrun Gut. Er ist ein Pionier der elektronischen Musik in Deutschland, war Anfang der Achtziger Teil der legendären Palais Schaumburg, gründete später mit seinem „Teutonic Beats‘- Label eines der ersten Sammelbecken der deutschen Techno- und Elektronik-Gemeinde, war dann lange Zeit festes Mitglied bei The Orb und ist seit Jahren als DJ und Produzent einer der wichtigsten Leute im Hintergrund der „Szene‘. (…) Der Nachfolger „Overflow‘ nun ist dagegen der musikalische Festplatten-Dump des laufenden Jahres. Zwölf Tracks, darunter Remixe von To Rococo Rot, Plug Research und Sun Electric, zwei Kollaborationen mit „Mute‘-Labelboß Daniel Miller und Robert Fripp (King Crimson) und eigene Remixe für Juan Atkins und Charles Wilp. Allein diese Vielzahl von Namen, die für die unterschiedlichsten Szenen und Genres stehen, läßt erahnen, wie selbstverständlich hier das Nebeneinander von Listening-Lounge, Aquarium und Elektronik-Labor funktioniert. Gegensätze wie das humorvoll-niedliche „I Wanna Be A Fishy‘ und das sphärische Neun-Minuten-Epos „Friedrichstraße‘ zeigen neben Vielfalt aber auch die Ernsthaftigkeit, mit der hier Experimentelles und Ambient-Flow verbunden werden. Zeitlos, frisch und souverän bis dorthinaus.“ (Quelle: http://www.intro.de/platten/kritiken/23025553)

Weitere Informationen:

Artistportrait bei Laut.de: http://www.laut.de/wortlaut/artists/f/fehlmann_thomas/index.htm

De:Bug über das Werk Thomas Fehlmanns: http://www.de-bug.de/texte/1307.html

The Smiths – Meat Is Murder (1985)

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„Ich finde „Meat is Murder“ ist eine der besten Smiths-Platten überhaupt,obwohl ich nicht mit Sicherheit sagen kann welche ich am besten finde ganz zu schweigen von der Frage nach dem besten Song,die ich stehts drucksend mit „Half A Person“ oder „Well I Wonder“ beantworte.Oder vielleicht doch „How Soon Is Now“?Nun denn,ich hoffe ich bin nicht die einzige die die Frage nach dem Lieblingssong als Qual empfindet…Allerdings steht außer Frage,dass „Meat is Murder“ ein verdammt gutes Album ist.Ich meine,wenn man sich die Tracklist anschaut.“Meat Is Murder“ bietet einen locker-leichten Einstieg mit „The Headmaster Ritual“ und geht in der Hälfte des Albums mit „How Soon Is Now“ in die von den Smiths gewohnte Melancholie über.Spätestens bei „Well I Wonder“,das mein absoluter Favorit auf diesem Album ist,ist klar das man es hier mit einem waschechten Smiths-Album à la „The Queen Is Dead“ zu tun hat.Ich finde man kann sich wirklich nicht beschweren und dennoch hat dieses nahezu perfekte Werk einen Fehler aufzuweisen.Nämlich den Titelsong „Meat Is Murder“.Als ich das Album zum ersten Mal durchhörte und an besagte Stelle kam,dachte ich mir nur:“Was zum Geier ist das denn jetzt???“Ich habe es bischer sagenhafte zwei Mal geschafft das letzte Lied ganz durchzuhören,denn ich finde hier hat Morrissey dann doch ein wenig übertrieben.Ich muss zugeben das die unangenehmen Geräusche im Hintergrund mich bereits zu ernsthaften Überlegungen gebracht haben,Vegetarier zu werden allerdings habe ich diese schnell wieder verworfen und mich dazu entschlossen dieses Lied konsequent zu ignorieren.Deshalb gebe ich „Meat Is Murder“ auch fünf Sterne,denn immerhin bietet es außer dem letzten katastrophalen Track noch 9 ausgezeichnete Songs über die man ja nun wirklich nicht klagen kann.
Ich finde auf großartige Songs wie z.B „How Soon Is Now“ oder „Well I Wonder“ kann man nicht verzichten,deshalb,meine Empfehlung:Leute kauft die Smiths!!!!!“ (Quelle: http://www.amazon.de/Meat-Murder-Smiths/dp/B00002496X)

Wikipediaeintrag zu The Smith: http://de.wikipedia.org/wiki/The_Smiths

Frank Sinatra – My Way – The Best Of (1997)

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„Frankie Boy – wie Frank Sinatra weltweit genannt wird – hat ein echtes musikalisches Meisterwerk der Nachwelt hinterlassen: seine großen Hits bleiben unvergessen und finden sich alle auf dieser CD: My way, New York New York, I get a kick out of you, Strangers in the night uvm. Dazu finden sich auf dieser „Best of“ viele weltberühmte Lieder, die er in seiner unvergleichlichen Art interpretiert hat: Yesterday, You are the sunshine of my life, Night and day (im Original von Cole Porter!) uva. Titel machen diese CD zu einer echten Rarität und zu einer zeitlich umfassenden Retrospektive – in zudem ganz hervorragender Qualität!“ (http://www.amazon.de/gp/product/customer-reviews/B000024SLL/sr=8-2/qid=1191849320/ref=cm_cr_dp_2_1/302-0577813-2306430?ie=UTF8&customer-reviews.sort%5Fby=-SubmissionDate&n=290380&qid=1191849320&sr=8-2)