Archiv der Kategorie: eLearning

Und Action – Aktives Online-Lernen mit OpenOLAT

Quelle: http://www.vcrp.de/uploads/pics/Homepage_Grafik01_01.png

Und Action! Eine dynamische Ansage für die LMS-Konferenz 2015 des VCRP, die dieses Jahr am 29.9. an der TU Kaiserslautern durchgeführt wird. Im Vordergrund der Konferenz stehen aktive Lehr- und Lernszenarien, die mit dem LMS OpenOLAT geplant und durchgeführt werden können. Dabei werden u.a. die sinnvolle Nutzung aktivierender Werkzeuge und Ansätze zur Aktivierung und Motivation von Studierenden thematisiert. Eigene Ideen der Lehrenden an Hochschulen stellen einen zentralen Aspekt dar. Vormittags sind Vorträge zu erwarten, die am Nachmittag mit praktischen OLAT-Workshops ergänzt werden. Lehrende haben somit die Möglichkeit, unterstützt eigene Ideen zu realisieren. Der Austausch der Lehrenden untereinander ist dabei sicher Gewinn bringend. Interessierte können sich auf der Webseite des VCRP anmelden oder folgendem Link klicken:  https://vcrp7.vcrp.de/vcrp/LMS_Konf_Anmeldung.jsp

Auf eine spannende, kommunikative und lernreiche Konferenz!

29.7.15 Roll-Out für…

…die vierte erweiterte Auflage des Handbuch E-Learning! Wie schon das Cover zeigt, mussten die Inhalte mit dem raschen Wandel und der vielen Entwicklungen im E-Learning Schritt halten und wurden entsprechend ergänzt. Themen wie OER, MOOCs, Game Based Learning uvm. wurden in die neue Auflage aufgenommen und bestehende Themen wurden in dem mittlerweile über 600 Seiten starken Werk aktualisiert. Die sich bewährte Struktur der vorherigen Auflagen wurde beibehalten und die Aspekte der Planung, Produktion, Implementierung, Evaluation und Qualitätssicherung im E-Learning werden in jeweiligen Kapiteln vorgestellt.

Ich freu mich, dass das Buch heute auf den Markt kommt und hoffe, dass es nicht nur gute Resonanz bekommt sondern auch Hilfesuchenden gute Hinweise liefert.

Das Buch ist heute im wbv-Shop und auf allen anderen Kanälen bestellbar. Ein E-Book Code liegt jedem Buch bei.

…ach ja, Windows 10 kommt heute auch raus… 😉

Horizon Report 2015

Quelle: http://i.ytimg.com/vi/ikcPU5Q6tPs/maxresdefault.jpg

Auch wenn es schon alle Spatzen twitterten, möchte ich die Gelegenheit nutzen und auf den vor einiger Zeit veröffentlichten Horizon Report verweisen, der nun auch schon seit Mitte Mai in meinem Maileingang auf seine berechtigte Würdigung wartet. Wie immer gilt der Dank dem Team des Multimedia Kontor Hamburg, insb. Frau Bechmann, für die Übersetzungsarbeit, die sicher für die Verbreitung des Reports im deutschsprachigen Raum vorteilhaft ist. Und ich habe das Gefühl, der Horizon Report, nun schon im 13. Jahr, bekommt, wie die einst so kleinen Apps meines Smartphones, mit jedem Update mehr Umfang und „Gewicht“.  Mittlerweile sind es schon etwas über 50 Seiten, die jedoch durchaus gehaltvoll sind. Denn auf der Vielzahl der Seiten werden zu einzelnen, vom Horizon Report benannten Bereichen, überblicksartige, informative Inputs geliefert, die die Trends anschaulicher und greifbarer werden lassen.

Der Horizon Report ist in drei verschiedene Bereiche gegliedert, die jeweils sechs Schlüsseltrends, sechs lehr-/lerntechnologische Entwicklungen und sechs besondere Herausforderungen benennen, die für den Einsatz von Technologien in Lehr- und Lernszenarien von Bedeutung sein dürften. An dieser Stelle nur die kurze Auflistung, was uns wohl da zukünftig erwarten wird und was wir auch noch gestalten können.

So werden bei den Schlüsseltrends 

  • kurzfristig: der zunehmende Einsatz von Blended Learning und die Neugestaltung von Lernräumen,
  • mittelfristig: der zunehmende Fokus auf die Messung von Lernprozessen und die Verbreitung von OER und
  • langfristig: die Förderung einer Kultur des Wandels und der Innovation sowie vermehrte institutionsübergreifende Zusammenarbeit prognostiziert (vgl. Horizon Report S. 6-19)

Als besondere Herausforderungen für den Einsatz von Technologien benennt der Horizon Report

  • komplexe Herausforderungen: konkurrierende Lehrmodelle und Anerkennung für Lehre,
  • schwierige Herausforderungen: Personalisierung der Lernprozesse und die Vermittlung komplexer Denkansätze sowie
  • bezwingbare Herausforderungen: die Zusammenführung informellen und formellen Lernens und die Verbesserung der Digital- und Medienkompetenz vgl. Horizon Report 20-33).

Der dritte Bereich beschäftigt sich mit lehr- und lerntechnologisch zu erwartenden Entwicklungen im Hochschulbereich, die da wären:

  • in bis zu einem Jahr: Bring Your Own Device und Flipped Classroom
  • in zwei bis drei Jahren: Makerspaces und Wearables
  • in vier bis fünf Jahren: Adaptive Lerntechnologien und das Internet der Dinge (vgl. Horizon Report 34-47).

Das klingt doch alles nach einer spannenden und interessanten Zeit in der Lehre, auf die wir uns da freuen können!

Das Ganze ist auch in einer schönen Grafik abgebildet, die ich den Lesern nicht vorenthalten möchte

Horizon 2015
Quelle: Horizon Report 2015, S. 2

Vorlesungen – interaktiv

Vorlesungen sind immer noch eine beliebte Lehrform an Hochschulen und Universitäten, um vielen Studierenden viel Wissen zu „vermitteln“. Die Erfolge dieses Formats hingegen sind umstritten und wohl jedem Lehrenden in diesen Einrichtungen ist das Gefühl bekannt, dass die Studierenden nicht die gesamten 90 Minuten des Lehrmonologs konsequent verfolgen. Es wäre auch verwunderlich, wenn dies so wäre, denn Vorlesungen sind selten aktivierend, die Rollenverteilungen sind Aufgaben üblicherweise klar. An der LMU wurde ein Tool entwickelt, dass diesem öden Einerlei begegnen will: Backstage. Mit Backstage ist es möglich, dass Studierende die gezeigten Folien live mit Fragen bespicken können, andere Lernende können die Fragen der Kommilitonen bzgl. der Wichtigkeit bewerten oder gar beantworten. Sie stellen fest, dass sie mir ihren Fragen nicht allein sind. Der Lehrende kann auf die Fragen spontan eingehen, kann die Geschwindigkeit seiner Präsentation anpassen, vertiefen oder auch mal was überfliegen. Ihm oder ihr stehen Quizzes zur Verfügung, um die Menge zum Mitdenken zu bewegen usf.

Das System wurde u.a. im FG Informatik der Uni Saarbrücken von Prof. Finkbeiner eingesetzt und anschließend evaluiert. Die Erfolge sprechen wohl, im Vergleich zur üblichen Vorlesung, für sich. So schreibt der IDW in seiner Meldung zum Einsatz dieses Szenarios: „In der anschließenden Evaluation, die vom Lehrstuhl für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik durchgeführt wurde, gaben 143 von 181 Studenten der Vorlesung in punkto Organisation die Note 1. Unter den Freitextantworten zur Frage ‚Was fand ich besonders gut?‘ tauchen immer wieder zwei Namen auf: Finkbeiner und Backstage.“ (Quelle)

Quelle: http://backstage.pms.ifi.lmu.de/img/comic_2.jpg

 

Wiki Urheberrecht im E-Learning

Verwies ich im letzten Beitrag noch auf den etwas veralteten, aber dennoch informativen Vodcast zum Thema Recht im E-Learning, so  möchte ich jetzt die Gelegenheit nutzen und auf ein Wiki verweisen, dass sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt. Die Uni Potsdam hat ein Wiki aufgesetzt, dass sich mit Fragen des Rechts im E-Learning beschäftig. Das Wiki findet sich unter folgendem Link: http://www.uni-potsdam.de/db/wiki/elearning/index.php/Urheberrecht_und_E-Learning

Vorteil eines solchen Wikis ggü. eines „Lehrvideos“ oder gedruckten Buches ist, dass man es problemlos und schnell aktualisieren kann. Ob es in diesem Fall auch durch Dritte / Lesende bearbeitet werden kann, hab ich nicht ausprobiert. Aber es ist zu vermuten, dass Neuregelungen in der Gesetzeslage auch zügig im Wiki eingepflegt werden, so dass man schnell einen entsprechenden Überblick erhält.

Das derzeitige Inhaltsverzeichnis des Wikis hab ich aus der o.g. Quelle kopiert:

  • 1 Grundsätzliches zum Urheberrecht
    • 1.1 Urheber, geschützte Werke und gewährte Rechte
  • 2 Zentrale Fragen vor der Verwendung von Werken
    • 2.1 Steht das Werk unter einer freien Lizenz? (Open Source / Open Content)
    • 2.2 Das Werk steht nicht unter einer freien Lizenz
      • 2.2.1 Gelten Ausnahmeregelungen für die Nutzung in Forschung und Unterricht?
        • 2.2.1.1 Das Zitatrecht ( § 51 UrhG.)
        • 2.2.1.2 Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung (§ 52 a UrhG)
        • 2.2.1.3 Vervielfältigungen zum eigenen wissenschaftlichen Gebrauch (§ 53 UrhG)
        • 2.2.1.4 Setzen von Links
      • 2.2.2 Der Erwerb von Nutzungsrechten
  • 3 Weiterführende Informationen

Vodcast: Rechtsfragen im E-Learning

Auf Podcampus wurde ein Mitschnitt einer Adobe-Connect Veranstaltung bereitgestellt, der sich mit den Rechtsfragen im E-Learning beschäftigt. Als Experten hat man Ass jur. Jan Hansen vom Multimedia Communications Lab der TU Darmstadt eingeladen, der zu diesem Thema referiert. In dem Beitrag geht es unter anderem darum, WAS nach dem Urheberrechtsgesetz und verandten Schutzrechten geschützt ist, WIE etwas geschützt ist, WIE LANGE der Schutz besteht und welche Ausnahmeregelungen existieren. Weiterhin wird darauf eingegangen, unter welchen Besonderheiten die Nutzung ohne Einwilligung möglich ist. Eine Diskussion der Teilnehmenden rundet den Vodcast ab. Zugegeben, der Beitrag ist schon etwas älter (Oktober 2012) und es gab mittlerweile einige rechtliche Änderungen. Dennoch ist der Beitrag ein guter Schnelleinstieg in die grundsätzlichen Regelungen und Gesetze…

T-Book – Alter Wein…?

Quelle: http://www.t-book.audio/press/thumb/IMGP0430.JPG

Die TU-Chemnitz hat das „T-Book“ vorgestellt. Das T steht für Ton – also die Verbindung von Audio und Printmedium. Auf der Webseite wird es als evolutionärer Schritt dargestellt, jedoch denke ich, dass es gar nicht sooo neu ist. Ich erinnere mich an Kinderbücher, denen eine sogenannte Schallfolie beigelegt war, die auf dem Plattenspieler der Eltern wiedergegeben werden konnte. Modernere Versionen sind z.B. die tiptoi Bücher Bücher, die mittels speziellem Lesestift weitere Audioinformationen für die Lesenden bereithalten (das da mehr möglich wäre, hatte ich mal mit Ravensburger diskutiert, aber der Verlag hatte nicht so viel Interesse an einer „erweiterten Funktionalität“ der Bücher).

Neu hingegen bei T-Books ist das Produktionsverfahren, dass dann die Audiowiedergabe ermöglicht. Es wird kein weiteres Lesegerät benötigt und die Technik bindet sich smart ins Buch ein. Beim Umblättern werden die Sounds eingespielt bzw. ausgeblendet. Ein schönes Beispiel liefert die Aufbereitung des 2015er Katalogs des World Press Photo Awards, das ich an den Blogbeitrag gepackt habe.

Ob es sich jedoch durchsetzen wird? Immerhin könnte ich bei einem E-Book ebenfalls problemlos die Audiodateien einbinden und wiedergeben lassen. Das alles mit HD-Bildauflösung, Kopfhöreranschluss oder Ausgabe über die Lautsprecher des Tablets, hoher Audioqualität oder, falls nötig, austauschbaren Audiodateien uvm…

Mehr Infos unter http://www.t-book.audio/

Einen Einblick in das T-Book für die World Press Photo Veröffentlichung gibt es auf youtube

Auf zu den E-Learning Trends!

E-Learning-Trends“ lautet der Titel zur Konferenz am 28.4.2015, die der VCRP an der TU Kaiserslautern veranstaltet. Grundlage ist der jüngst erschienene Horizon Report, an dem sich die Konferenz inhaltlich orientiert. Fragen wie: Gibt es überhaupt neue Trends? Was bedeuten diese Trends für die Hochschullehre? Welche Grenzen gibt es?…

Hörenswerte Impulsvorträge halten Claudia Bremer zu den E-Learning Trends im Überblick. Zu videobasiertem Lernen wird Jörn Loviscach reden, Martin Lindner konnte für das Thema personalisiertes Lernen gewonnen werden und Christian Bürgy stellt Wearable Technologies vor. Eine spannende und informative Runde, die sicher auch zu kontroversen Diskussionen anregen wird.

Folgende Themen werden in der Konferenz konkret aufgegriffen:

  • Personalisiertes Lernen
  • Wearable Technologies
  • Videobasiertes Lernen
  • Flipped Classroom
  • OER & BYOD

Anmelden kann man sich online hinter folgendem Link: https://vcrp7.vcrp.de/vcrp/Anmeldung.jsp

Das Programm zur Konferenz findet sich hier: http://www.vcrp.de/index.php?id=768

Der Veranstaltungsort sowie Lageplan, Busanbindung etc. finden sich hier: http://www.vcrp.de/index.php?id=769

Trendstudie Fernstudium 2014

Holger Sommerfeld und Philipp Höllermann von der Internationalen Hochschule Bad Honnef veröffentlichten jüngst die Trendstudie Fernstudium 2014. Die Studie gibt einen guten und kompakten Überblick über die Entwicklung des Fernstudiums in Deutschland. Sie gibt Auskunft über

  • die Teilnehmerstruktur der Fernstudierenden
  • Motive, die zur Aufnahme eines Fernstudiums führen
  • die Wege der Informationsbeschaffung der Teilnehmenden an Fernstudienangeboten sowie die Gründe, die zur Auswahl des entsprechenden Angebots geführt haben
  • die Einschätzung der Fernstudierenden bzgl. der administrativen und fachlichen Betreuung während des Studiums
  • bevorzugte und weniger bevorzugte Lehrformate und Lernmittel aus Perspektive der befragten Fernstudierenden
  • Zeitmanagement
  • Unterstützung durch Arbeitgeber sowie
  • die Rentabilität des Fernstudiums für die Studierenden.

Man kann mit Fug und Recht sagen, dass das Fernstudium weiter boomt. Dabei kommt vor allem neuen Lehrformaten (z.B. social learning), Lernmedien (z.B. digitale Skripte) und Organisationsstrukturen (Online Campus) eine wachsende Bedeutung zu. Interessant ist auch der Vergleich zu den Daten der Erhebung aus 2011, die einige Trends aufzeigen. So verliert z.B. in der aktuellen Erhebung das Thema Gamifikation an Bedeutung.

Link zur Studie: http://www.trendstudie-fernstudium.de/wp-content/uploads/2014/10/Trendstudie-Fernstudium-2014-LQ.pdf