Archiv der Kategorie: eLearning

#OERde16

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lautet der offizielle Hashtag für das am 28.2.16  startende OER Festival 2016 in Berlin. Bis 1.3. besteht die Möglichkeit, sich über das Thema open educational ressources auszutauschen, Ideen zu entwickeln, Projekte zu schmieden… Raum hierfür bieten fünf „Komponenten“, wie es auf der Webseite zum Festival heißt. Das wären

  1. das OERcamp, welches als praxisorientiertes Treffen für diejenigen eingerichtet wurde, die bereits Erfahrungen mit OER haben und/oder sich dafür interessieren.
  2. das OER-Fachforum, geplant als „Leistungsschau zu OER im deutschsprachigen Raum“, in dem die breite Palette der Ansätze und Realisierungen zu OER vorgestellt wird. Hierbei werden nicht nur Vorträge zu hören sein, sondern interaktive Formate bestimmen das Geschehen mit.
  3. der fOERder-Award, ein Preis, mit dem die Sichtbarkeit von Akteuren und Angeboten gestärkt und gewürdigt werden soll (gefördert von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg)
  4. Eine Diskussion zur Zukunft freier Bildungsmaterialien (in Kooperation mit Wikimedia Deutschland). Gäste sind Saskia Esken, MdB (SPD Bundestagsfraktion), Elly Köpf (Wikimedia Deutschland), Jöran Muuß-Merholz (open-educational-resources.de – Transferstelle für OER) und Arthur Gottwald (Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg)
  5. der OER-Atlas als eine Publikation, die einen Überblick über die Akteure und Projekte im Bereich OER in Deutschland (und darüber hinaus?) geben soll.

Das Festival stößt offenbar auf hohe Resonanz, denn es ist bis auf die Abendveranstaltung bereits ausgebucht. Gut, dass ich einen Platz bekommen habe und darüber hinaus ein paar Perspektiven zur Gestaltung von OER durch Lernende im Fachforum berichten darf. Aber über den Hashtag #OERde16 gibts sicher viel Informationen und weitere digitale Kanäle werden ebenfalls zugeschaltet.

Datenschutz – Ein Element der Medienkompetenz?

Bildquelle: http://www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/34836505/header_fofra.png?size=maincontent_image_top

Beim Lesen eines Interviews mit Spiros Simitis, den „Vater des Datenschutzes“, stellte ich mir die Frage, inwieweit Datenschutz in der aktuellen Diskussion um Medienkompetenz berücksichtigt ist oder ob es nicht bereits immanenter Bestandteil von Medienkompetenz ist. In dem Interview verweist Simitis darauf, welche Bedeutung Datenschutz hat und zukünftig haben wird. Er bestätigt die These von Harald Welzer, dass wir ohne geeigneten Datenschutz mit der „Abschaffung des Privaten“ rechnen müssen und uns in ein „Totalitarismus ohne Uniform“  droht. Dem kann neben entsprechenden gesetzlichen Regelungen auch mit einem entsprechenden Bewusstsein des Einzelnen für den Umgang, der Veröffentlichung und Weitergabe von Daten begegnet werden. Hier wird das Subjekt gefragt. Nur: Wer kann eigentlich ernsthaft von sich behaupten, zu wissen, wo seine/ihre Daten liegen und was damit passiert. Die Kontrolle scheint nicht mehr möglich. Daten werden von unseren digitalen Endgeräten gesammelt, ohne das man sich wirklich dagegen wehren kann. Damit sind nicht nur Computer gemeint, auch Kühlschränke, Toaster – kurz: Das Internet der Dinge – könnten schon bald in die Datensammlung einbezogen werden, wenn es sowas wie ein Identitätssicherheitsgesetz geben sollte. Wir geben Daten bewusst in sozialen Netzwerken preis. Wir zahlen sogar Geld für  Wearables, damit diese zahlreiche Daten von uns sammeln, die dann irgendwo in der Cloud ablegen, ohne dass wir wissen, wer darauf noch zugreifen kann und wird.  Beim Installieren einer App für unser Smartphone werden wir mit vielen, aber unspezifischen, Hinweise konfrontiert, auf welche persönlichen Daten diese App zugreifen will. Daten über uns werden in öffentlichen Räumen, z.B. bei der Videoüberwachung auf Plätzen,  genauso „abgegriffen“ wie in vermeintlich geschützten Bereichen, z.B. beim Zahlungsverkehr. Und wir sind genötigt, Daten zu offenbaren, die dann wiederum kommerzialisiert werden, wie z.B. der (viel zu kleine) Skandal um den Neuentwurf des Bundesmeldegesetzes deutlich machte.

Kurzum: Es ist nicht nur nicht mehr einfach, die Kontrolle über die eigenen, personenbezogen Daten zu behalten. Es wird auch zunehmend unmöglich, wenn gesetzliche Regelungen aufgeweicht werden oder man sich nicht von der Teilhabe der digitalen Welt verabschieden möchte.

Das das Thema bildungsrelevant ist, zeigt sich immer wieder in entsprechenden Publikationen. Das Handbuch E-Learning bspw. bespricht dieses Thema an entsprechenden Stellen. Verwiesen werden soll auch auf den interessanten, kostenfreien MOOC „Mein digitales Ich“ , der den Fragen des Schutzes persönlicher Daten zumindest in Teilen nachgeht.

Es scheint nicht nur so, dass Datenschutz ein wichtiges Thema ist. So Fragt der Interviewer Frye im besagten Interview: „Aber man kann die Menschen nicht daran hindern, zu viel von sich preiszugeben – oder?“ Simits Antwort: „Nein, das kann und soll man nicht. Wohl aber gilt es, nachhaltig zu versuchen, ein entsprechendes Bewusstsein zu wecken. Denn der Datenschutz ist nicht nur eine Frage der Normen, die den Umgang mit den Daten regeln, sondern zunächst und vor allem ein Appell an die Betroffenen: Es geht um Eure Daten! Der zweite Ansatz parallel dazu ist, darüber nachzudenken: Wer will die Daten haben, und wie wird damit umgegangen? Und wir sind – ich sage das mal sehr bewusst – an einem Punkt angelangt, wo es für den Datenschutz nicht gut aussieht.“ (Forschung Frankfurt, 1/2015 S. 48)

Das klingt für mich danach, über das Thema Datenschutz als Element der Medienkompetenz genauer nachzudenken. Aber vielleicht gibt es ja auch (aktuelle) Publikationen, die sich explizit mit dem Spannungsfeld Medienkompetenz und Datenschutz auseinandergesetzt haben? Vielleicht gibt es sogar interessante Ansätze, wie man Datenschutz und die Bedeutung der Reichweite einer Freigabe persönlicher Daten lehren und lernen kann? Hinweise sind willkommen!

Denn implizit schwingt das Thema in der Definition des Medienkompetenzbegriffs mit, wenn von Medienkunde, Medienkritik, Mediennutzung und Mediengestaltung die Rede ist (vgl. Baacke 1999, ausführlicher hier).

Rechtsfragen bei E-Learning

Das Thema Recht bzgl. der Gestaltung von E-Learning Angeboten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Nicht nur, dass dieser Modus des Lehrens und Lernens immer stärker von Lehrenden genutzt wird, auch die Möglichkeiten potenzieren sich, was die Einsatzszenarien und genutzten Ressourcen angeht. Nicht zuletzt bekommen durch die Entwicklung der Web2.0 Angebote auch Lernende die Möglichkeit, eigene Ressourcen zu erstellen, die z.T. auf Content aus dem Netz zurückgreifen. Das Feld ist also breit und äußerst dynamisch. Es erzeugt damit zugleich auch Unsicherheiten bei Lehrenden und/oder Bildungsanbietern, was erlaubt ist und was über die Grenzen des juristisch Zulässigen hinausgeht.
Der Multimediakontor Hamburg lieferte im März eine überarbeitete Fassung eines Praxisleitfadens von Dr. Till Kreutzer zu Rechtsfragen bei E-Learning und digitaler Lehre. Dieser Leitfaden unterliegt der Creative Commons Lizenz (BY, NC, SA) und kann kostenfrei genutzt werden.
Folgende Themen werden in dem Praxisleitfaden beschrieben:

  • Urheberrechtsgesetz
  • Open Content
  • Open Source
  • Open Educational Ressources (OER)
  • gesetztliche Nutzungsfreiheiten  speziell für die Lehre
  • Erwerb von Nutzungsrechten
  • Nutzung von Fremdinhalten
  • Persönlichkeits- und Markenrechte

Ich denke, der Leitfaden ist eine gute Grundlage für all diejenigen, die sich bzgl. der Nutzung von (fremderstellten) Content im E-Learning unsicher sind. Hier finden sich schnell praxistaugliche Hinweise.

Und Action – Aktives Online-Lernen mit OpenOLAT

Quelle: http://www.vcrp.de/uploads/pics/Homepage_Grafik01_01.png

Und Action! Eine dynamische Ansage für die LMS-Konferenz 2015 des VCRP, die dieses Jahr am 29.9. an der TU Kaiserslautern durchgeführt wird. Im Vordergrund der Konferenz stehen aktive Lehr- und Lernszenarien, die mit dem LMS OpenOLAT geplant und durchgeführt werden können. Dabei werden u.a. die sinnvolle Nutzung aktivierender Werkzeuge und Ansätze zur Aktivierung und Motivation von Studierenden thematisiert. Eigene Ideen der Lehrenden an Hochschulen stellen einen zentralen Aspekt dar. Vormittags sind Vorträge zu erwarten, die am Nachmittag mit praktischen OLAT-Workshops ergänzt werden. Lehrende haben somit die Möglichkeit, unterstützt eigene Ideen zu realisieren. Der Austausch der Lehrenden untereinander ist dabei sicher Gewinn bringend. Interessierte können sich auf der Webseite des VCRP anmelden oder folgendem Link klicken:  https://vcrp7.vcrp.de/vcrp/LMS_Konf_Anmeldung.jsp

Auf eine spannende, kommunikative und lernreiche Konferenz!

29.7.15 Roll-Out für…

…die vierte erweiterte Auflage des Handbuch E-Learning! Wie schon das Cover zeigt, mussten die Inhalte mit dem raschen Wandel und der vielen Entwicklungen im E-Learning Schritt halten und wurden entsprechend ergänzt. Themen wie OER, MOOCs, Game Based Learning uvm. wurden in die neue Auflage aufgenommen und bestehende Themen wurden in dem mittlerweile über 600 Seiten starken Werk aktualisiert. Die sich bewährte Struktur der vorherigen Auflagen wurde beibehalten und die Aspekte der Planung, Produktion, Implementierung, Evaluation und Qualitätssicherung im E-Learning werden in jeweiligen Kapiteln vorgestellt.

Ich freu mich, dass das Buch heute auf den Markt kommt und hoffe, dass es nicht nur gute Resonanz bekommt sondern auch Hilfesuchenden gute Hinweise liefert.

Das Buch ist heute im wbv-Shop und auf allen anderen Kanälen bestellbar. Ein E-Book Code liegt jedem Buch bei.

…ach ja, Windows 10 kommt heute auch raus… 😉

Horizon Report 2015

Quelle: http://i.ytimg.com/vi/ikcPU5Q6tPs/maxresdefault.jpg

Auch wenn es schon alle Spatzen twitterten, möchte ich die Gelegenheit nutzen und auf den vor einiger Zeit veröffentlichten Horizon Report verweisen, der nun auch schon seit Mitte Mai in meinem Maileingang auf seine berechtigte Würdigung wartet. Wie immer gilt der Dank dem Team des Multimedia Kontor Hamburg, insb. Frau Bechmann, für die Übersetzungsarbeit, die sicher für die Verbreitung des Reports im deutschsprachigen Raum vorteilhaft ist. Und ich habe das Gefühl, der Horizon Report, nun schon im 13. Jahr, bekommt, wie die einst so kleinen Apps meines Smartphones, mit jedem Update mehr Umfang und „Gewicht“.  Mittlerweile sind es schon etwas über 50 Seiten, die jedoch durchaus gehaltvoll sind. Denn auf der Vielzahl der Seiten werden zu einzelnen, vom Horizon Report benannten Bereichen, überblicksartige, informative Inputs geliefert, die die Trends anschaulicher und greifbarer werden lassen.

Der Horizon Report ist in drei verschiedene Bereiche gegliedert, die jeweils sechs Schlüsseltrends, sechs lehr-/lerntechnologische Entwicklungen und sechs besondere Herausforderungen benennen, die für den Einsatz von Technologien in Lehr- und Lernszenarien von Bedeutung sein dürften. An dieser Stelle nur die kurze Auflistung, was uns wohl da zukünftig erwarten wird und was wir auch noch gestalten können.

So werden bei den Schlüsseltrends 

  • kurzfristig: der zunehmende Einsatz von Blended Learning und die Neugestaltung von Lernräumen,
  • mittelfristig: der zunehmende Fokus auf die Messung von Lernprozessen und die Verbreitung von OER und
  • langfristig: die Förderung einer Kultur des Wandels und der Innovation sowie vermehrte institutionsübergreifende Zusammenarbeit prognostiziert (vgl. Horizon Report S. 6-19)

Als besondere Herausforderungen für den Einsatz von Technologien benennt der Horizon Report

  • komplexe Herausforderungen: konkurrierende Lehrmodelle und Anerkennung für Lehre,
  • schwierige Herausforderungen: Personalisierung der Lernprozesse und die Vermittlung komplexer Denkansätze sowie
  • bezwingbare Herausforderungen: die Zusammenführung informellen und formellen Lernens und die Verbesserung der Digital- und Medienkompetenz vgl. Horizon Report 20-33).

Der dritte Bereich beschäftigt sich mit lehr- und lerntechnologisch zu erwartenden Entwicklungen im Hochschulbereich, die da wären:

  • in bis zu einem Jahr: Bring Your Own Device und Flipped Classroom
  • in zwei bis drei Jahren: Makerspaces und Wearables
  • in vier bis fünf Jahren: Adaptive Lerntechnologien und das Internet der Dinge (vgl. Horizon Report 34-47).

Das klingt doch alles nach einer spannenden und interessanten Zeit in der Lehre, auf die wir uns da freuen können!

Das Ganze ist auch in einer schönen Grafik abgebildet, die ich den Lesern nicht vorenthalten möchte

Horizon 2015
Quelle: Horizon Report 2015, S. 2

Vorlesungen – interaktiv

Vorlesungen sind immer noch eine beliebte Lehrform an Hochschulen und Universitäten, um vielen Studierenden viel Wissen zu „vermitteln“. Die Erfolge dieses Formats hingegen sind umstritten und wohl jedem Lehrenden in diesen Einrichtungen ist das Gefühl bekannt, dass die Studierenden nicht die gesamten 90 Minuten des Lehrmonologs konsequent verfolgen. Es wäre auch verwunderlich, wenn dies so wäre, denn Vorlesungen sind selten aktivierend, die Rollenverteilungen sind Aufgaben üblicherweise klar. An der LMU wurde ein Tool entwickelt, dass diesem öden Einerlei begegnen will: Backstage. Mit Backstage ist es möglich, dass Studierende die gezeigten Folien live mit Fragen bespicken können, andere Lernende können die Fragen der Kommilitonen bzgl. der Wichtigkeit bewerten oder gar beantworten. Sie stellen fest, dass sie mir ihren Fragen nicht allein sind. Der Lehrende kann auf die Fragen spontan eingehen, kann die Geschwindigkeit seiner Präsentation anpassen, vertiefen oder auch mal was überfliegen. Ihm oder ihr stehen Quizzes zur Verfügung, um die Menge zum Mitdenken zu bewegen usf.

Das System wurde u.a. im FG Informatik der Uni Saarbrücken von Prof. Finkbeiner eingesetzt und anschließend evaluiert. Die Erfolge sprechen wohl, im Vergleich zur üblichen Vorlesung, für sich. So schreibt der IDW in seiner Meldung zum Einsatz dieses Szenarios: „In der anschließenden Evaluation, die vom Lehrstuhl für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik durchgeführt wurde, gaben 143 von 181 Studenten der Vorlesung in punkto Organisation die Note 1. Unter den Freitextantworten zur Frage ‚Was fand ich besonders gut?‘ tauchen immer wieder zwei Namen auf: Finkbeiner und Backstage.“ (Quelle)

Quelle: http://backstage.pms.ifi.lmu.de/img/comic_2.jpg

 

Wiki Urheberrecht im E-Learning

Verwies ich im letzten Beitrag noch auf den etwas veralteten, aber dennoch informativen Vodcast zum Thema Recht im E-Learning, so  möchte ich jetzt die Gelegenheit nutzen und auf ein Wiki verweisen, dass sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt. Die Uni Potsdam hat ein Wiki aufgesetzt, dass sich mit Fragen des Rechts im E-Learning beschäftig. Das Wiki findet sich unter folgendem Link: http://www.uni-potsdam.de/db/wiki/elearning/index.php/Urheberrecht_und_E-Learning

Vorteil eines solchen Wikis ggü. eines „Lehrvideos“ oder gedruckten Buches ist, dass man es problemlos und schnell aktualisieren kann. Ob es in diesem Fall auch durch Dritte / Lesende bearbeitet werden kann, hab ich nicht ausprobiert. Aber es ist zu vermuten, dass Neuregelungen in der Gesetzeslage auch zügig im Wiki eingepflegt werden, so dass man schnell einen entsprechenden Überblick erhält.

Das derzeitige Inhaltsverzeichnis des Wikis hab ich aus der o.g. Quelle kopiert:

  • 1 Grundsätzliches zum Urheberrecht
    • 1.1 Urheber, geschützte Werke und gewährte Rechte
  • 2 Zentrale Fragen vor der Verwendung von Werken
    • 2.1 Steht das Werk unter einer freien Lizenz? (Open Source / Open Content)
    • 2.2 Das Werk steht nicht unter einer freien Lizenz
      • 2.2.1 Gelten Ausnahmeregelungen für die Nutzung in Forschung und Unterricht?
        • 2.2.1.1 Das Zitatrecht ( § 51 UrhG.)
        • 2.2.1.2 Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung (§ 52 a UrhG)
        • 2.2.1.3 Vervielfältigungen zum eigenen wissenschaftlichen Gebrauch (§ 53 UrhG)
        • 2.2.1.4 Setzen von Links
      • 2.2.2 Der Erwerb von Nutzungsrechten
  • 3 Weiterführende Informationen

Vodcast: Rechtsfragen im E-Learning

Auf Podcampus wurde ein Mitschnitt einer Adobe-Connect Veranstaltung bereitgestellt, der sich mit den Rechtsfragen im E-Learning beschäftigt. Als Experten hat man Ass jur. Jan Hansen vom Multimedia Communications Lab der TU Darmstadt eingeladen, der zu diesem Thema referiert. In dem Beitrag geht es unter anderem darum, WAS nach dem Urheberrechtsgesetz und verandten Schutzrechten geschützt ist, WIE etwas geschützt ist, WIE LANGE der Schutz besteht und welche Ausnahmeregelungen existieren. Weiterhin wird darauf eingegangen, unter welchen Besonderheiten die Nutzung ohne Einwilligung möglich ist. Eine Diskussion der Teilnehmenden rundet den Vodcast ab. Zugegeben, der Beitrag ist schon etwas älter (Oktober 2012) und es gab mittlerweile einige rechtliche Änderungen. Dennoch ist der Beitrag ein guter Schnelleinstieg in die grundsätzlichen Regelungen und Gesetze…

T-Book – Alter Wein…?

Quelle: http://www.t-book.audio/press/thumb/IMGP0430.JPG

Die TU-Chemnitz hat das „T-Book“ vorgestellt. Das T steht für Ton – also die Verbindung von Audio und Printmedium. Auf der Webseite wird es als evolutionärer Schritt dargestellt, jedoch denke ich, dass es gar nicht sooo neu ist. Ich erinnere mich an Kinderbücher, denen eine sogenannte Schallfolie beigelegt war, die auf dem Plattenspieler der Eltern wiedergegeben werden konnte. Modernere Versionen sind z.B. die tiptoi Bücher Bücher, die mittels speziellem Lesestift weitere Audioinformationen für die Lesenden bereithalten (das da mehr möglich wäre, hatte ich mal mit Ravensburger diskutiert, aber der Verlag hatte nicht so viel Interesse an einer „erweiterten Funktionalität“ der Bücher).

Neu hingegen bei T-Books ist das Produktionsverfahren, dass dann die Audiowiedergabe ermöglicht. Es wird kein weiteres Lesegerät benötigt und die Technik bindet sich smart ins Buch ein. Beim Umblättern werden die Sounds eingespielt bzw. ausgeblendet. Ein schönes Beispiel liefert die Aufbereitung des 2015er Katalogs des World Press Photo Awards, das ich an den Blogbeitrag gepackt habe.

Ob es sich jedoch durchsetzen wird? Immerhin könnte ich bei einem E-Book ebenfalls problemlos die Audiodateien einbinden und wiedergeben lassen. Das alles mit HD-Bildauflösung, Kopfhöreranschluss oder Ausgabe über die Lautsprecher des Tablets, hoher Audioqualität oder, falls nötig, austauschbaren Audiodateien uvm…

Mehr Infos unter http://www.t-book.audio/

Einen Einblick in das T-Book für die World Press Photo Veröffentlichung gibt es auf youtube