Bohren & Der Club Of Gore – Dolores (2008)

Reinhören
Langsam, langsamer, Bohren.
Oder auch: Dunkel, dunkler, Bohren… Nein, 3-Minuten-Pop-Hörer werden an Bohren & Der Club Of Gore keine Freude haben. Die beste Zeit um diese Musik zu hören ist die Nacht, das beste Getränk dazu die dritte Flasche Rotwein und die passenden Bilder liefert irgend ein stummgeschalteter David Lynch-Film. Zwischen zwei Snare-Schlägen können gerne mal 10 Sekunden verstreichen. Sekunden die einem wie Stunden vorkommen, denn wer Bohren lauscht der verlässt das normale Raum-Zeit-Kontinuum (vermutlich senkt sich auch der Puls des Hörers, das hab ich jetzt aber nicht überprüft) und taucht ein in eine Welt aus düsteren Klangwolken, erzeugt von molligen Fender Rhodes-Tönen, Vibraphon-Tupfern und minimalistischem Besen-Schlagzeug. Manchmal ertönt ein Saxophon und man denkt unweigerlich an den Mond, wie er kurzzeitig sein schwaches Licht durch eine Lücke in der Wolkenwand zur Erde schickt. Und wer Twin Peaks gesehen hat kann nicht anders als dabei an Angelo Badalamentis grossartigen Soundtrack zu denken.

Wer „Dolores“ am Stück durchhört wird sich am Ende unweigerlich fragen, ob er eigentlich noch im selben Leben sei, oder ob bereits 1000 Jahre vergangen sind…“ (http://www.bandsmagazine.ch/p984.html)

http://www.bohrenundderclubofgore.de/ – Homepage des Clubs

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