Städtetrip Barcelona

War es mir doch jüngst vergönnt, mit der besten Reisebegleitung von Allen einen Städtetrip nach Barcelona zu wagen. Was soll ich sagen? Barcelona ist eine Reise wert. Schöne Stadt, schöner Strand und noch schönere Architektur bei schönem Wetter. Hier ein paar Impressionen vom Kurzurlaub.

Am ersten Tag ging es erstmal auf Tuchfühlung mit der neuen Stadt. Vom Hotel aus Richtung Placa de Catalunya, weiter die La Rambla entlang zum Strand. Immer mal in die Schaufenster geäugt und sich an den Auslagen erfreut, irgendwann gegessen und zu dunkler Stunde zurück zur Unterkunft. Dabei fielen noch die schön beleuchteten Ecken der Stadt auf 🙂

Am nächsten Tag ging es gezielt los. Nach einem herrlichen Kaffee und einem Cornetto, die überall in den Straßencafes zu guten Preisen und oft in besserer Qualität als in Hotels zu bekommen sind, war der erste Weg der Strand. Links das Meer, Rechts die Promenade mit allerlei architektonischen Versuchen. Am Strand stapeln sich eigenartige Metallkästen krumm und schief in die Höhe, Skulpturen, die an die Büdchen erinnern sollen, die einst da standen und Obst, Getränke usw. verkauften. Vom Strand aus kann mit einer Seilbahn über den Hafen hinweg in den Museumspark Jardins de Mossèn Cinto Verdaguer gegondelt werden. Da wir jedoch wegen einer unplanmäßig laaaangen Wartezeit auf die Seilbahn (der Wind behinderte den Betrieb ein wenig) doch eher durstig und hungrig wurden, gings zurück in die Stadt in eine der Gastros, kleine und gute (!) Tapas zu sich nehmen. Danach ging es gut gestärkt und erholt noch eine Abendrunde durch die ruhiger werdende Stadt, vorbei am Arc de Triomf nach Hause.

Am dritten Tag begaben wir uns vorzugsweise auf die Spuren von Gaudi. Unsere Bleibe lag dafür äußerst günstig, so dass wir fast ganz alles erlaufen konnten. Zugegebenermaßen, es waren in den vier Tagen ingesamt ca. 50km, aber es war ja auch kein Strandurlaub 🙂 So ging es Richtung Sagrata Familia, dem niemals fertig werdenden Bauwerk. Immerhin begannen die Bauarbeiten bereits 1882 (!). Aber es wird langsam 🙂 Auf jeden Fall sieht es von außen fantastisch aus und der Blick ins Innere der Kirche lockt schon. Aber wir waren für den Tag zu spät. Zu viele Reisegruppen sind bereits aus den Betten geklettert und wurden hier abgeladen. Plan: am nächsten Morgen in aller früh! Also gings weiter in den Park Güell. Hierfür dann aber doch mal mit der Metro. Übrigens empfielt es sich für einen Kurzurlaub, wenn überhaupt dann eine 10er Karte für die Metro zu kaufen. Es gibt nur ein Ticket (!), welches zehnmal entwertet werden darf. Der Vorteil ist, dass das Ticket vererbt werden kann. Dh., man kann es einfach auch für seinen Reisebegleiter nutzen oder wenn man es nicht mehr brauchen sollte, einfach jemanden am Ende des Urlaubs schenken. Im Park war ebenfalls viel los, aber dennoch oder genau deswegen (?) Sehenswert. Neben den 1000enden Händlern (gibt es dort so viele Kundschaft?) erstreckt sich der Park über eine ansehnliche Fläche und bietet viele Entdeckungs- und Erholungsmöglichkeiten. Der Eintritt ist frei. Anders an der Casa Milà. Für schnitte 18 Euro Eintritt kann man das schöne Gebäude auch von Innen bewundern und ihm sogar auf das Dach steigen. Entlohnt wird man mit einem schönen Blick über die Stadt und Formen- und Farbreichtung des Hauses.

Höhepunkt der „Kunstbetrachtung“ war sicher Tag vier. Sehr früh aufgestanden waren wir ca. 8.30 Uhr an der Sagrata Familia und damit eine der ersten Besucher des Tages. D.h., nicht lange anstehen mit einem Coffee to go und wenig Touristen in der Kirche. Ein echtes Schmankerl für das Auge! Unglaublich, fast schon wahnsinnig, was hier architektonisch ausgedacht und realisiert wurde. Der Eintritt kostete zwar 16 Euro (inkl. Lift aufs Dach und Freigang), aber ist jeden Cent wert – eigentlich sogar mehr 🙂 Ich konnte meine Kamera gar nicht beruhigen und bin auch im Nachhinein von den Bildern entzückt.  Nachdem wir uns sattgesehen haben, falls das geht, ging es nochmal die La Rambla entlang, ein wenig shoppen und gucken. Ein Großteil der Stadt, bzw. die üblichen Highlights waren nun erkoren und gesehen.

Der fünfte Tag war auch Abreisetag. Vormittags gab es aber noch eine auf katalanisch (!), alle anderen Sprachen waren schon ausgebucht, geführte Tour durch die Oper. Sehr imposanter Bau, verspielte Gestaltung und atemberaubend schöner Zuschauer- und Hörerraum. Da fotografieren verboten war, gibt es leider nur wenig Bilder…

Also auf nach Barcelona. Es lohnt sich!




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2 Gedanken zu „Städtetrip Barcelona“

  1. Ich war noch nie in Barcelona. Aber die Stadt gehört definitiv zu meinen Traumzielen. Besonders beeindruckend finde ich die Sagrada Familia. Ich frage mich nur manchmal, ob die neuen Bauherren diese auch wirklich in seinem Interesse weiterbauen. Da soll ja eine christliche Organisation hinterstecken. Bin ich da richtig informiert?

  2. Also ich kann die Stadt nur empfehlen. Sie war/ist sehr vielfältig und äußerst erlebenswert. Meines Wissens wird die Sagrada Familia nach den original Bauplänen weitergebaut. Man sieht jedoch schon unterschiede bei den Bauepochen, finde ich. Liegt wohl daran, dass das Material unterschiedliche Qualitäten aufweist und unterschiedlich alt ist. Wer da im Endeffekt baut, weiß ich auch nicht wirklich. Eine christliche Organisation würde passen, ist ja eine geweihte Kirche 🙂

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