Alle Beiträge von Lars Kilian

The Orb – Adventures Beyond The Ultraworld (1991, re-release 2005) (2CD)

Quelle: https://img.discogs.com/cqCs8kCHmh2I-imVcret-qG5DGE=/fit-in/600×600/filters:strip_icc():format(jpeg):mode_rgb():quality(90)/discogs-images/R-2727-1281305939.jpeg.jpg

The Orb – Meister der Samples, der Töne, des Dub und Ambient und Weggefährten der Ruhe mit einem ihrer besten Alben, wie ich finde. Mit ihren Abenteuern hinter der Ultrawelt laden The Orb ein zu einem langen Spaziergang jenseits des Hier und Jetzt. Gute zwei Stunden erforschen sie das Klanguniversum, erkunden neue Tonräume und entfernte Galaxien voller Melodien. Eingestreute Soundschnipsel, Gesprächsfragmente, Stimmen und Gesänge erzeugen Harmonien, die ein Driften des Hörenden in der Raumzeit fast unumgänglich machen. Immer wieder freu ich mich, wenn mir dieses Doppelalbum beim Stöbern in die Hände fällt, denn irgendwie passt es immer. Als Hintergrundrauschen, Begleitmusik beim Abendessen mit Freunden, zum Arbeiten aber auch zum wirklich konzentrierten (aber entspannten) Zuhören.

Allein der Start des Albums mit dem Hahnenschrei und dem „Überhit“ Little Fluffy Clouds, mit dem The Orb zur Reise in die Ferne einladen, macht einfach Spaß. Wird das Album hier noch deutlich von sowas wie einem Rhythmus und Beat getragen, verlieren sich diese zunehmend in Texturen und Klangnebeln. Wunderschön. Little Fluffy Clouds durfte fast ein Jahr mein morgendliches Wecklied sein. Ein guter Start in den Tag!

Entsprechend mein dazugehöriges Bild. Zu sehen, entfernte Sterne, Galaxien, Nebel, die meines Erachtens gut zum Album passen. Aufgenommen hab ich das Bild nicht wirklich selbst, das gibt meine Fotoausrüstung nicht her. Vielmehr handelt es sich um ein Foto eines Fotos, welches ich im Gasometer Oberhausen (immer einen Zwischenstopp auf der Vorbeireise wert!) im Rahmen einer Ausstellung geknipst hab.

Weltraum - entfernte Galaxien
Little Fluffy Clouds

Was sollen Trainer/innen können?

Bildquelle: https://epale.ec.europa.eu/sites/default/files/styles/epale_slideshow_image/public/digital_skills_blog_post_key_competences_slider.png?itok=FtnF03dU

Welches Wissen und welche Kompetenzen benötigen Lehrkräfte der beruflich-betrieblichen Weiterbildung? Im Interview mit Dr. Susanne Wißhak fragte ich nach neuesten Befunden aus der Trainerforschung. Das Interview ist bei EPALE nachzulesen. https://epale.ec.europa.eu/de/blog/was-sollten-trainerinnen-koennen

Digital Literacy – Versuch einer Begriffsbestimmung

Fähigkeiten, mit digitalen Medien umzugehen, sind in unserer Gesellschaft Grundlage für die Gestaltung des Lebens in allen Bereichen. Mit dem Begriff „Digital Literacy“ wird versucht, den Bildungsbereich zu fassen, der es Menschen ermöglicht, sich durch bzw. mit digitalen Medien zu informieren und zu kommunizieren. Doch was zeichnet diesen Begriff aus? Dieser Frage geht mein Text auf wb-web nach...

Folien zum Vortrag auf dem IWWB Workshop 2019 in FFM

Logo IWWB
Bildquelle: https://www.iwwb.de/img/iwwb-logo.gif

Wohl wegen meines Beitrags zur Nationalen Weiterbildungsstrategie (NWS) auf wb-web wurde ich vom Infoweb Weiterbildung (IWWB) zum Herbstworkshop eingeladen. Ich konnte dort die NWS vorstellen und die Besonderheiten mit Blick auf die (allgemeine) Erwachsenenbildung ansprechen und diskutieren.

Die Folien zum Vortrag sind auf der Webseite des IWWB veröffentlicht und können dort eingesehen/heruntergeladen werden.

Danke für die Einladung. Ich fand die Beiträge äußerst interessant!

Digital Literacy

Fähigkeiten, mit digitalen Medien umzugehen, sind in unserer Gesellschaft Grundlage für die Gestaltung des Lebens in allen Bereichen. Mit dem Begriff „Digital Literacy“ wird versucht, den Bildungsbereich zu fassen, der es Menschen ermöglicht, sich durch und in digitalen Medien zu informieren und zu kommunizieren. Doch was zeichnet diesen Begriff aus? Dieser Frage ging ich in einem Beitrag auf wb-web nach…

Digitalisierung und Lernen

Erik Haberzeth & Irena Sgier „Digitalisierung und Lernen – Gestaltungsperspektiven für das professionelle Handeln in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung“

Die Autoren rücken die Auswirkungen und Gestaltungsperspektiven des digitalen Wandels im Weiterbildungsbereich in den Fokus. Digitalisierungsstrategien der Anbieter, technologische Entwicklungen als Bildungsthemen, Kompetenzen des Lehrpersonals oder Organisation von Lehren und Lernen mit digitalen Medien sind Themen, die besprochen werden. Dabei lenken die Autoren den Blick auf arbeitsweltliche und kulturelle Entwicklungen, den möglichen Veränderungen des Weiterbildungssystems, Auswirkungen auf die Anbieter sowie das professionelle Handeln der Lehrenden. Es stehen weniger einzelne digitale Werkzeuge und deren methodischer Einsatz in konkreten Szenarien im Vordergrund, als vielmehr der Blick auf das Ganze. 

Meine ganze Vorstellung des Buches gibt es hier

Mogwai – Mr. Beast (2006)

Quelle: https://imagesaws.juno.co.uk/full/CS208862-01A-BIG.jpg

Mogwai verfolgt der Segen, der wohl auch Fluch ist. Bereits mit ihrem Erstlingswerk „Young Team“ (1997) strahlten sie hell über das Post Rock Genre und hatten es fortan schwer. Denn die Erwartungen an sie sind hoch, noch eine Schippe „draufzulegen“. Ob sie die Erwartungen auch erfüllen? Schwer zu sagen, aber eventuell auch unwichtig. Denn auch mit Mr. Beast schaffen Mogwai einen Felsen, der unübersehbar in den Gewässern des Genres steht und wohl nicht so leicht davongespült werden wird. Dabei kann man feststellen, dass es kein Selbstplagiat ist, was hier geliefert wird. Vielmehr gehen sie Schritt für Schritt neue Wege. Unter anderem bildet das Klavier hier ein verbindendes Element. Die Eröffnung empfängt den Hörenden mit einer für Mogwai typischen Wärme, lassen es jedoch immer wieder ordentlich krachen. Dabei meidet Mogwai bei „Glasgow Mega-Snake“ kurzerhand das Vorgeplänkel und Einlullen und lässt es gleich zu zu Beginn ordentlich krachen. Wieviel Gitarren sind nochmal in der Band? Klingt nach viel… Zu Recht kommt die Frage aus den Boxen: „What happenend after the storm? Is everyone okay?“ Ja danke, alles okay und bitte weiter so….

Wie schrieb man bei der laut.de passend:

„Mr. Beast“ ist Zeugnis von Künstlern, die begriffen haben. Musikalisches Gewicht bedingt keine Lautstärke. Intime Schönheit braucht keine Stille. Von nun an scheint alles möglich.“ (http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/m/mogwai/mr_beast/index.htm)

Der Legende nach wurde der Titel des Albums gewählt (oder gefunden), als Mogwai nach langer Reise in den USA aus dem Flugzeug ausstiegen und am Gate jemand sahen, der das Schild „Mr. Beast“ hoch hielt. Das kann vielleicht beunruhigen. Eventuell stammt daher auch der mich sehr beeindruckende Titel „Travel is dangerous“, der neben seiner Dynamik – für mich ein Spiegel des in Bewegung seins – auch vertrackt daher kommt und mich an Dschungel – in Natur oder in der Stadt – erinnert. Und irgendwie finde ich die Aussage der Gefahr des Reises amüsant. Wo sterben nochmal die meisten Leute…? Meine Bildwahl gilt diesem Lied – es ist für mich ebenso vertrackt, dynamisch, vielschichtig und vielleicht auch ein wenig gefährlich?

(C) Lars Kilian "Travel Is Dangerous" (2011)
(C) Lars Kilian „Travel Is Dangerous“ (2011)

The Beautiful South – Welcome To The Beautiful South (1989)

Zusehends verwandelt sich mein Blog offenbar in sowas wie die Rumpelkammer von Willi Schwabe. Die vorgestellten Platten werden gefühlt immer älter (oder ich? oder wir?) Aber dennoch oder gerade vielleicht deshalb sollte dieses Album erwähnt werden, da es zu schade wäre, wenn es in Vergessenheit geriet. So wird es bei den Suchmaschinen wieder mal „refresht“ 🙂 Also hier eine Erinnerung an eine Platte, da der Beitrag nun von den Suchmaschinen der Welt neu indexiert wird.

Das Erstlingswerk der Band fand seinerzeit große Beachtung. Die musikalische Qualität konnte meiner Meinung nach auf  nachfolgenden Alben von The Beautiful South nicht mehr erreicht werden (wenngleich die nachfolgenden Veröffentlichungen oft erfolgreicher waren). Dass The Beautiful South aus den Housemartins hervorging, nachdem sich Norman Cook von diesen verabschiedete und fortan u.a. als Fatboy Slim die Tanzflächen beschallte, sei hier nur nebenbei erwähnt.

Das Album ist gefühlt und gehört voller (Pop)Perlen, die etwas Abseits der üblichen Hitparadenmusik der damaligen Zeit lagen (wobei das Album selbst die Top10 der britischen Hitparade knackte!). Ohrwürmer wie „Song For Whoever“, „You Keep It All In“, „I’ll Sail This Ship Alone“ dürften wohl auch heute noch in den Radios des Landes hoch und runter gedudelt werden. Zumindest begegnet mir mancher Song beim durchschalten hin und wieder – und erfreut mich.

Das soll schon reichen. Über diesen Klassiker findet sich sicher noch mehr im Netz 🙂

Mehr über The Beautiful South auf laut.de

Meinen kleinen persönlichen Beitrag stellt das damit verbundene Bild dar. Ein Foto, aufgenommen in einem Museum. Zu sehen ist ein gefaltetes Boot. So weit, so unspektakulär. Besonders wird es, wenn man weiß, dass es aus Porzellan ist. Das fand und find ich schon unglaublich. Aus diesem Grund auch die Videoauswahl von the Beautiful South: I’ll sail this ship alone

Foto Boot aus Porzellan gefaltet von Lars Kilian