Autechre – Incunabula (1993)

Hörprobe
Welche 10 Platten würde ich mit auf eine einsame Insel nehmen? Hm, schwere Frage, aber Incunabula von Autechre kämen in die ganz enge Wahl. Schließlich ist es dieses Album, von dem ich wusste, dass es als erstes gehört werden würde, wenn ich mich mir mal eine Surround-Anlage anschaffe (Das geschah dann auch vor einigen Jahren und war eine wahrlich akustische Erleuchtung). Incunabula ist das Erstlingswerk von Autechre (Rob Brown und Sean Booth) aus den 90er Jahren und darf sich ein (kleines) Meisterwerk nennen. Vergleiche mit anderen Größen gepflegter elektronischer Musik (Aphex Twin, Future Sound of Londen etc.) sind erlaubt und Warp-Records bewiesen wieder mal einen richtigen Riecher. Zwar zeichnet sich Autechre mit einer Musik aus, die mit mathematischer Abstraktion gut umschrieben sein könnte, gerade wenn man die späteren Werke hört. Dennoch enthalten die ersten Albem und EPs, und Incunabula ist da ganz vorn dabei, stets ein warmer Grundton, der den Kern bildet, um den die Soundflächen fließen. Diese verdecken ihn hin und wieder, bis er mit mit leisen pulsieren oder einem mächtigen Ausbruch wieder zum Vorschein kommt, um alles warmorangepurpurcarbenetrot zu malen, was sich eben abkühlen wollte. Auch wenn Incunabula wunderbar als Hintergrundmusik funktionieren kann, sollte das Album bewußt über Kopfhörer oder eindeutiger Lautstärke gehört werden, um in diese Welt abtauchen und die vielen Details und Finessen hören zu können. Da wäre dann die einsame Insel doch ein guter Platz für dieses Album…

Wikipedia (engl.) mit Informationen zum Album

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