Ammer & Console – Spaceman 85, Weltraumdokumentarmusik (2005)

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„Auf seiner Reise durchs All mit der US-Raumfähre Challenger im Jahre 1985 hat Astronaut Reinhard Furrer seine Eindrücke auf Tape aufgezeichnet. Eine Weltraum-Dokumentarmusik von Andreas Ammer und Console – featuring Reinhard Furrer.

Am 30. Oktober 1985, Punkt 12 Uhr mittags, startet Reinhard Furrer als Wissenschaftsastronaut an Bord der US-Raumfähre „Challenger“ ins All. Der Flug dauert sieben Tage, 44 Minuten und 51 Sekunden. Vor und während des Fluges, sogar während des Starts spricht Furrer seine Eindrücke in ein Diktaphon. Bei den Startvorbereitungen gibt sich der „Payload Specialist“ noch professionell und abgeklärt. Er erläutert den Countdown, den zeitlichen Ablauf, die Vorbereitungen in Cape Canaveral.

Je näher der Start rückt, desto mehr wird Furrer von der Kraft der Unternehmung ergriffen. Im Moment des Takeoffs, den der Amateurastronaut „live“ unter seinem Helm mitkommentiert, erlebt Furrer eine ungeahnte Euphorie, die sich in der Schwerelosigkeit des Weltraums zu einem wahren Rausch der Gefühle steigert. Vom einzigartigen Erlebnis des Weltalls spürbar im Innersten berührt, versucht Astronaut Furrer während der 112 Erdumrundungen, wie in Trance und in geradezu psychedelischen Bildern seine Eindrücke auf Tonband festzuhalten. Er meditiert mit belegter Stimme über das Spiel des Lichtes unten auf der Erde und die Macht und Tiefe der Unendlichkeit. Nie zuvor und nie danach wurde der Weltraum so unmittelbar poetisch geschildert.

Andreas Ammer & Console (Martin Gretschmann und Axel Fischer) schaffen für das Dokument von Furrers Weltraumflug einen künstlerischen Rahmen. Die Erzählungen vom All wechseln als dokumentarische „Rezitative“ ab mit „Weltraum-Arien“ – Songs (gesungen von der „Console“-Sängerin Miriam Osterrieder), die Furrers Formulierungen in Popsongs gießen. Aus dem Dokument eines Abenteuers wird ein musikalisches Epos über die Grenzen des Menschseins. Furrers Ritt ins All sollte der letzte Flug der „Challenger“ sein: Bei ihrem nächsten Start explodiert die Raumfähre nach 73 Sekunden. Reinhard Furrer selbst stirbt zehn Jahre später bei einem Flugzeugabsturz unter ungeklärten Umständen.“ (http://www.ard.de/radio/hoerspieltage/vor-ort/spaceman-reinhard-furrer-console/-/id=191578/nid=191578/did=349688/319zo8/index.html)

Eine Laudatio zur Auszeichnung „Hörspiel des Monats April 2005

Eine gratis Hörprobe des Tracks „The Colour Of Space

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